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Ist AMDs Llano langsamer als ein Athlon II und hat dafür eine potente iGPU?

Prozessoren | HT4U.net
Nachdem die letzten Wochen ganz im Zeichen von Intels "Sandy Bridge"-Prozessoren standen, hat sich die Gerüchte-Szene nun neuen CPUs zugewendet. Bereits letzte Woche tauchten daher erste Performance-Angaben zu AMDs kommenden Bulldozer-Ablegern auf. Heute folgen dann die ersten Leistungsabschätzungen zu den Llano-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit. Während letztere dabei im besten Fall zwischen einer Radeon HD 5500 und HD 5600 liegt, scheint die CPU selbst langsamer als ein Athlon II zu sein.

So vermeldet – wie bereits bei den Bulldozer-Angaben – die türkische Webseite Donanimhaber erste Leistungsabschätzungen zu den Llano-Ablegern mit zwei und vier Kernen, welche in der zweiten Jahreshälfte erwartet werden. Dabei beruft man sich erneut auf interne Dokumente von AMD.

Ein Dual-Core-Llano geht demnach langsamer als ein AMD Athlon II X2 250 (3 GHz, 2x 1 MByte L2-Cache) oder ein Intel Pentium Dual-Core E6500 (2,93 GHz, 2x 1MByte L2-Cache, 1066 MHz FSB) zu Werke. Allerdings soll die Winterpark genannte Grafikeinheit deutlich performanter als die aktuelle Chipsatz-Lösung in Form des 890GX mit Radeon HD 4290 sein. Die Thermal Design Power (TDP) soll bei 65 Watt liegen.

Nochmals schneller ist dann die Beavercreek-Grafikeinheit der Vierkern-Llano-Modelle. Diese wird nach den Informationen von Donanimhaber sich zwischen einer Radeon HD 5500 und einer Radeon HD 5600 einordnen und damit deutlich schneller sein, als Intels schnellste Lösung in Form der HD 3000, welche in einigen "Sandy Bridge"-Ablegern zu finden ist. In Sachen CPU-Leistung muss man sich demnach jedoch wiederum einem Athlon II – diesmal einem Athlon II X4 640 (3 GHz, 4x 512 KByte L2-Cache) geschlagen geben. Immerhin soll Llano schneller als Intels Dual-Core Core i3 540 (3,06 GHz, 4 MByte L3-Cache) sein. An die neuen "Sandy Bridge"-Modelle käme man somit nicht heran. Ähnlich wie Intel scheint AMD für die Vierkern-Ableger eine TDP von 95 Watt anzusetzen.

In beiden Fällen ist allerdings unklar mit welcher Taktfrequenz die Llano-Prozessoren angetreten sind. Da die Gegenspieler jedoch in allen Fällen etwas 3 GHz hatten, ist es durchaus möglich, dass die Llano-Ableger mit einem ähnlichen Takt vermessen wurden. Ob dies dann aber auch der letztendliche Takt sein wird, ist natürlich noch ungewiss. Damit müssen die Angaben noch mit einer gehörigen Portion Sorgfalt betrachtet werden, zumal sie – falls korrekt – aus einer AMD-Präsentation stammen. Alles in allem ergeben sie jedoch ein durchaus schlüssiges Bild.
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Stichworte zur Meldung: Intel Grafikeinheit Llano Prozessor Amd Sandy Bridge