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NVIDIA beschränkt SLI-Unterstützung auf Intel X58 Chipsatz

Mainboards | HT4U.net
Am Rande eines NVIDIA-Events in München erfuhren wir heute Neuigkeiten zu NVIDIAs Vorgehen bei Chipsätzen für Intel-Prozessoren und zum Grund für die SLI-Freigabe von X58-Mainboards. So bestätigte Pressesprecher Jens Neuschäfer, dass die SLI-Freigabe für den X58 ein vorerst einmaliges Ereignis bleiben wird und nicht automatisch für andere Intel-Chipsätze in der Zukunft gelten soll.

Wie wir schon früher berichteten, läuft die SLI-Freigabe für X58 Mainboards über die Mainboard-Partner. Diese müssen ihre Mainboards zur Zertifizierung bei NVIDIA einreichen, wo eine BIOS-Erweiterung implementiert wird, an der sich der Grafikkartentreiber orientieren wird. Die Lizenzkosten haben dabei die Mainboardpartner zu tragen. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass alle X58-Mainboards automatisch SLI unterstützen. Laut NVIDIA-Angaben wird beispielsweise das inteleigene DX58SO Extreme keine SLI-Funktionalität beherbergen, von den großen Namen wie z.B. ASUS, Gigabyte oder MSI sind dagegen entsprechende Designs bereits bestätigt.

Als Grund für dieses Vorgehen wurde uns genannt, dass NVIDIA für den Sockel 1366 kein eigenes Chipsatzmodell auf den Markt bringen wird, sondern erst für den Sockel 1156/1160 im kommenden Jahr. Diese Prozessoren werden dann eben nicht über ein QuickPath Interconnect, das eigentlich nur für Mehrprozessorsysteme Sinn macht, mit dem Chipsatz verbunden, sondern mit dem deutlich einfacheren Direct Media Interface, das schon seit Jahren als Verbindung zwischen Intels North- und Southbridge dient. Aus NVIDIAs Sicht macht ein Engagement für den Sockel 1366 keinen Sinn, da – und dieser Eindruck kann sich aufgrund des QPI auf einem Desktop-Einprozessorsystem aufdrängen – es sich erst mit den im kommenden Jahr erwarteten Nehalem-Derivaten Lynnfield und Havendale um wirklich volumenträchtige Desktopplattformen handelt, während der Sockel 1366 eher im Workstationbereich zuhause ist.

Sobald diese CPUs den Handel erreichen, wird NVIDIA nach eigenen Angaben wieder selbst Chipsätze vertreiben, die dem enthusiastischen Endkunden SLI als Alleinstellungsmerkmal bieten werden. So oder so scheint damit für den SLI-Interessenten, der hier und jetzt mit der neuen Prozessorarchitektur auftrumpfen will, eine SLI-zertifizierte X58-Plattform umso interessanter zu werden – bis irgendwann im Jahr 2009 wird er von NVIDIA jedenfalls nicht vor die Qual der Wahl bei den Chipsätzen gestellt werden.

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Stichworte zur Meldung: Nvidia Intel Nehalem Sli X58