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Studie weist Sicherheitsmängel bei den Cloud-Diensten auf

Storage & Speicher | HT4U.net
Die Nutzung von Cloud-Diensten, auch im privaten Bereich, ist nicht mehr ungewöhnlich und die einzelnen Anbieter erhalten immer mehr Zulauf. Daher hat sich das Frauenhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) mit der Datensicherheit der einzelnen Angebote beschäftigt, wobei keiner der Anbieter wirklich überzeugen konnte.

Das SIT untersuchte die Dienste CloudMe, CrashPlan, Dropbox, Mozy, TeamDrive, Ubuntu One und Wuala, allerdings fehlt Googles Dienst Drive in der Aufstellung, da dieser erst später an den Start ging. Grundsätzlich bescheinigt das Institut allen Anbietern, dass sie den Punkt der Datensicherheit und den Schutz der Privatsphäre sehr ernst nehmen, doch scheitern ebenso alle Anbieter bei der Umsetzung.

Die Mängel sind dabei durchaus unterschiedlich und teilweise auch recht simpel. So überprüfen manche Anbieter nicht die E-Mail-Adresse der User und schaffen so Raum für mögliche Betrugsversuche. Andere verschlüsseln die Verbindung nicht oder verschlüsseln die Daten erst auf dem Server, so dass hier die Möglichkeit besteht, dass die Daten abgefangen werden. Hier wird auch bemängelt, dass manch Verschlüsselungsalgorithmus selbst entwickelt wurde und dadurch recht fehlerhaft sein könnte.

Bei manchen Anbietern wurde zudem bemängelt, dass die Identität des Nutzers nicht hinreichend verschlüsselt wird und so im Bezug zu den einzelnen Daten gesetzt werden kann. Weiterhin konnte man einige eingelagerte Testdaten über Suchmaschinen finden. Auch besteht bei einzelnen Anbietern die Möglichkeit des Filesharings.

Grundsätzlich bescheinigt das SIT allen Dienst-Anbietern ein recht hohes Engagement im Bereich der Datensicherheit und dem Schutz der Privatsphäre, allerdings mit teils ebenso hohen Mängeln in diesen Bereichen. In seiner Zusammenfassung gibt das Institut dabei keine Empfehlung aus, welcher Dienst am besten abschneidet. Für die Nutzer solcher Dienste ist damit aber vor allem der Hinweis gegeben, dass hochsensible Daten besser nicht in der Cloud gespeichert werden sollten.
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