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Rekordstrafe gegen Filesharer durch US-Gericht bestätigt

Internet | HT4U.net
Mitte des Jahres 2009 war der Student Joel Tenenbaum zu einer Strafe von 675.000 US-Dollar verurteilt worden, weil er über die Tauschbörse Kazaa illegal 30 Lieder herunter geladen hatte. Nun bestätigte das Bundesgericht in Massachusetts das Urteil gegen den Mann.

Die Richterin Rya Zobel ließ bei ihrer Begründung keinen Zweifel daran, dass sie die Höhe der Strafe für angemessen hält. So erläuterte sie, dass die Strafe eher am unteren Ende der Spanne für vorsätzliche Urheberrechtsverletzung liege. Die Spanne liegt bei 750 bis 150.000 US-Dollar pro Song, Tenenbaum muss 22.500 US-Dollar pro Song zahlen. Zudem betonte Richterin Zobel auch, dass man nicht das Limit für Verstöße ohne Vorsatz überschritten habe, welches bei 30.000 US-Dollar pro Song liegt.

Damit dürften für Tenenbaum die Rechtswege erschöpft sein, welcher sich seit seiner Verurteilung Mitte 2009 heftig gegen das Urteil und vor allem gegen die Strafzahlung gewehrt hatte. So hatte er 2010 eine Senkung der Strafe auf 67.500 US-Dollar erreicht, doch eine Berufung, welche durch Sony* angestrebt wurde, kassierte das Urteil wieder. Zudem versuchte Tenenbaum seinen Fall vor den Supreme Court zu bringen, da er die Auffassung vertrit, dass die Höhe des Schadensersatzes gegen die Verfassung verstößt. Doch der oberste Gericht der USA lehnte die Argumentation ab und hörte Tenenbaum nicht einmal an.
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