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Widerspruch der Facebook-AGB über die Chronik ist wirkungslos

Internet | HT4U.net
In den Reihen von Facebook lassen sich die Nutzer immer mal wieder neue Bilder einfallen, mit welchem die Nutzer zum Mitmachen aufgerufen werden. Aktuell geht dabei ein Bild umher, mit welchem die Nutzer den AGB-Richtlinien von Facebook widersprechen, doch juristisch ist dieser Aktionismus nutzlos.

Mit der Protest-Aktion richten sich die Nutzer gegen die neuen Richtlinien in Facebook, welche es dem sozialen Netzwerk erlaubt Bilder, Texte und andere persönliche Daten für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Allerdings entfaltet diese Aktion keine juristische Wirkung.

So erklärt Michael Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband, dass es für einen korrekten Widerspruch einen Zugang geben muss. Dies bedeutet schlicht, dass der Widerspruch direkt an Facebook und dort an die zuständige Adresse gesendet werden muss. Dies liegt nicht vor, wenn der Nutzer schlicht ein Bild in seiner Chronik veröffentlicht, denn dann muss Facebook dieses nicht zur Kenntnis nehmen.

Wer wirklich der neuen AGB von Facebook widersprechen will, der sollte einen entsprechenden Brief aufsetzen und an die Zentrale schicken. Auch eine formlose E-Mail ist im Zweifel nicht ausreichend. Ob Facebook den Widerspruch allerdings akzeptiert ist eine andere Frage, dem Unternehmen steht es auch zu den Nutzer dann aus dem sozialen Netzwerk auszuschließen.

Bild: Widerspruch der Facebook-AGB über die Chronik ist wirkungslos
AGB-Protest auf Facebook

Dennoch bewertet Zink die eigentliche Protest-Aktion durchaus positiv. Zwar entfaltet sie keine juristische Wirkung, dennoch wird damit der Widerstand der Nutzer deutlich, welchen Facebook zumindest registriert. Ob das Unternehmen allerdings auch entsprechend handelt bleibt fraglich.
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