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Droht Google in der Europa eine Klage wegen Android?

Mobile | HT4U.net
Während sich Datenschützer aktuell um die Zusammenlegung der Nutzerkonten bei Google kümmern, könnte für den Internet-Giganten bereits neue Ärger in Europa ins Haus stehen. So haben sich zahlreiche Unternehmen zusammengeschlossen und sich bei den europäischen Kartellwächtern beklagt, dass Google seine eigenen Produkte unter Android wettbewerbsverzerrend anbietet.

Die Allianz gegen Google, welche sich den Namen Fairsearch gegeben hat, wird unter anderem unterstützt durch die Unternehmen Nokia*, Microsoft und Oracle und hat bei der EU-Kommission offiziell Beschwerde eingelegt. Dabei wird ganz deutlich betont, dass Google den Marktplatz seines eigenen Betriebssystems* Android dafür nutze, um die eigenen Produkte bevorzugt anzubieten. Somit würde man den Marktplatz monopolisieren und die Verbraucherdaten kontrollieren.

Problematisiert wird in der Klage unter anderem auch, dass die Hersteller von Smartphones mit Android nicht ausgesuchte Dienste von Google installieren können, sondern stattdessen dazu gezwungen sind ein ganzes Paket zu laden. Dieses bringt zahlreiche Dienste von Google mit, welche dann einen bevorzugten Platz auf dem jeweiligen Smartphone* erhalten.

Die Problematik der Position von Google ist für die Wettbewerbshüter von Europa nicht neu, denn Android führt bei den mobilen Geräten, laut einer aktuellen Erhebung von IDC, mit einem Marktanteil von etwa 70 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr hatte Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia auf die entsprechende Problematik hingewiesen. Im Zuge der nun eingereichten Beschwerde betonte der Sprecher Antoine Colombani, dass man den Markt hinsichtlich Android wirklich untersuchen müsse. Aktuell sei jedoch noch nicht einmal ein formelles Untersuchungsverfahren eingeleitet worden.

Auch über Android hinaus ist der Konzern Google das Ziel zahlreicher Beschwerden. So prüfen europäische Datenschützer aktuell die Zusammenlegung der Nutzerkonten und haben dabei einige Vorwürfe erhoben. Hinzu kommen klagen wegen der Vormachtstellung von Google im Bereich der Online-Suche. Hier ist Microsoft* ebenfalls recht aktiv und hat mit Kampagnen gegen die Suchmaschine und gegen Gmail für Aufmerksamkeit gesorgt.

Google bezog zu den neuen Vorwürfen nicht wirklich Stellung. Stattdessen ließ man durch einen Sprecher lediglich verlauten, dass man weiterhin kooperativ mit der Kommission zusammen arbeiten werde.
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