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Erneute Angriffe auf das mTAN-Verfahren

Internet | HT4U.net
In den letzten Monaten häufen sich die Meldungen, nach welchen Hacker gezielt das mTAN-Verfahren im Visier haben, um dann Zugriff auf das Bankkonto der Opfer zu erhalten. Aktuell scheint es eine neue Welle der Angriffe auf das mobile TAN-Verfahren zu geben.

Dabei ist die Vorgehensweise beim Angriff auf das mTAN-Verfahren meist recht ähnlich. Zunächst wird der Computer des Opfers mit einem Trojaner infiziert, so dass wichtige Informationen wie Kontodaten, Mobilfunknummer, Namen und Adresse erbeutet werden können. Im zweiten Schritt wird dann auf das Smartphone zugegriffen, wobei im aktuellen Fall die Täter sich zuvor eine neue SIM-Karte anfordern, mit welcher sie die entsprechenden mTANs empfangen können. Dafür fordern die Täter die Karte beim Mobilfunkanbieter an und lassen diese an eine zweite Adresse schicken.

In einigen Fällen soll es auch vorgekommen sein, dass die Täter den Banken noch eine neue Telefonnummer mitgeteilt haben, an welche dann die mTAN verschickt wurde. In diesen Fällen müssen die Täter auch Zugriff auf die reguläre Postadresse des Opfers gehabt haben, da die Verifizierung der neuen Nummer bei einigen Banken über die reguläre Hauspost läuft.

Das Ende ist jedoch immer gleich, denn die Täter greifen zunächst auf das Bankkonto des Opfers zu und tätigen eine oder mehrere Überweisungen, wobei stets die Summe im Auge behalten wird, damit das Bankgeschäft nicht in die interne Kontrolle kommt. Die mTAN, welche zur Verifizierung des Bankgeschäfts dient, wird abgefangen und zur weiteren Durchführung des Bankgeschäfts genutzt. Sobald das Geld auf dem Konto gutgeschrieben wurde, wird es abgehoben oder weiter verteilt und lässt sich in aller Regel nicht mehr finden.

Bei den Netzbetreibern hat man zumindest in soweit reagiert, dass einige Anbieter die neuen SIM-Karten nur noch an die alte Adresse verschicken. Zudem müssen sich die Kunden in den entsprechenden Filialen ausweisen. Die Banken weisen vor allem darauf hin, dass es neben dem mTAN-Verfahren auch noch das ChipTAN-Verfahren mit einem TAN-Generator gibt, welches als Alternative genutzt werden kann.
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