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Tablets werden nicht in der Lage sein Notebooks zu ersetzen

Mobile | HT4U.net
Der PC-Markt ist tot – dies oder Ähnliches durfte man in den vergangenen beiden Jahren immer wieder lesen. Smartphones und Tablet-Computer laufen diesen etablierten Geräten den Rang ab. Der Vorsitzende von Quanta widerspricht dieser Ansicht nun ganz offiziell und der Auftragsfertiger für viele große Namen ist der klaren Ansicht, dass Tablet-PCs nicht in der Lage sein werden, Notbooks (repräsentativ für PCs) zu ersetzen.

Spätestens 2013 sollten wir im neuen Technologie-Zeitalter eingetroffen sein. So möchte es uns die Industrie vermitteln. Die Absätze von Smartphones und Tablets boomen weiterhin, der Absatz im PC-Markt geht laut Analysten immer weiter zurück. Harte Fakten also – oder vielleicht doch nur eine Momentaufnahme? Der Zug hin zum kleineren Gerät für den kleineren Anspruch und des Lösen dieser geringen Aufgaben sahen wir einst im Siegeszug der Netbooks. Doch der Rauch ist vorüber und Netbook-Absatzzahlen möchten sich nicht mehr wirklich präsentieren. Zwischenzeitlich sind es Tablet-PCs und eben Smartphones, welche eine gewisse Verlagerung der Absätze am Markt zeigen. Größere Smartphone-Displays im 10-Zoll-Format und Auflösungen von 1920 x 1080 Bildpunkten (Full-HD) wollen den meisten Ansprüchen genügen. 5-Zoll-Displays bei Mobil-Telefonen (welche nur noch wenig mit Telefonen zu tun haben) sollen dem kleineren Anspruch genügen. Die Nachfrage ist groß und die Hersteller bedienen entsprechend den Markt bis der Rahm abgeschöpft ist. Der PC-Markt ist tot, rührt aus den gegebenen Umständen, dass mehr Endkunden sich mit geringeren Ansprüchen zufrieden geben.

Wachstum für mobile Geräte – Notebook bleibt!

Der Vorsitzende des taiwanischen Auftragsfertigers Quanta zeigt sich weniger euphorisch für die aktuelle Absatz-Situation und erklärt, dass Tablet-PCs nicht in der Lage sind, Laptops zu ersetzen. Es sei "unmöglich für solche Geräte, eine Ablöse darzustellen" erklärte Chairman Barry Lam auf einer Konferenz. Die Nachfrage nach immer größeren Displays für Tablets habe produktionstechnisch eben auch den Kostenfaktor zur Folge, welcher die Tablets sich an Notebooks annähern lassen. Aus Sicht des Vorsitzenden, erwartet man für das Jahr 2014 zwar weiterhin eine nachlassende Anfrage nach Notbooks, doch bleibe das Notebook ein Werkzeug für die Arbeit. Dies spricht man damit Tablet-PCs ab.

Der Vize-Präsident von Quanta geht gar noch weiter. Zwar gäbe es viele Interessenten im Hardwarevertrieb mit steigender Tendenz für diese Geräte, doch die eigentliche "Killer-Appkilation" bliebe aus und die eigentlichen Top-Produkte am Markt bleiben teuer. Die Preise seien weiterhin schlicht zu hoch.

Erfolgskurs hoch – Arbeiten kaum!

Damit deutet man eben den eigentlichen Erfolgskurs und Ausrichtung der Geräte an, welcher gleiche Quelle der Smartphones ist. Ein wenig Arbeit damit ist möglich, doch vorrangig sind es Mini-Spiele welche letzteren Sektor erfolgreich bedienen, forcieren und durch übermäßige Werbe-Ambitionen inzwischen wieder schädigen. Die großen Tablet-PCs mit 10-Zoll-Displays sind für diese Spiele-Arten meist gar schon zu groß und nur für die gelegentliche E-Mail eine Option. Wirkliches Arbeiten erlaubt praktisch keines dieser Geräte. Es ergibt sich nur noch die Option einer zusätzlichen Reaktionsmöglichkeit – nun eben schon verlagert in die Freizeit – der Führungskräfte.

Eigentliche Alternativen über Tablet-PCs zum Arbeiten ergeben sich dann wiederum nur durch Sondermodelle mit optionaler oder vorhandener Tastatur und an dem Punkt ist man abermals im Bereich des Netbooks, welches ebenfalls nur eine Option für Privat-Anwender darstellte, nicht aber für Buisiness-Kunden. Und an diesem Punkt bleibt schlicht die Crux: Will ich nur chatten, mit schlechter Auflösung ein wenig surfen, dann sind die großen Smartphones eine Möglichkeit. Möchte ich als Anwender etwas Möglichkeiten in der Ergonomie, so muss es doch mindestens ein Tablet sein. Möchte ich hingegen wirklich Arbeiten mit dem Gerät verrichten, so bleibt für den Endkunden als Minimum ein Netbook-Format (Tablet, inklusive Tastatur). Und muss dass Ding wirklich täglich dem Arbeitsdasein gewachsen sein, dann braucht es als Minimum-Anspruch ein Notebook – setzt man deutsche, ergonomische Standards voraus – gar einen Desktop-PC.

Die Ergonomie am Arbeitsplatz bleibt Pflicht!

Und mit dieser klaren Erkenntnis, hat der Vorsitzende von Quanta eigentlich nichts anderes geäußert, als das, was den meisten bewusst sein sollte: Smartphones und Tablet-PCs können in absehbarer Zeit keinen Laptop oder in Firmen gar einen Desktop-PC ersetzen. Arbeiten ist etwas anderes und Ergonomie hat damit überhaupt nichts mehr zu tun.
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