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Hinweise auf einen nativen AMD-16-Kern-Prozessor und Vier-Kanal-Speicher-Interface bei Kaveri

Prozessoren | HT4U.net
Im Zuge der Auswertung der aktuellen technischen Dokumente zu AMDs Kaveri stellen sich interessante neue Informationen ein. So scheint AMD aktuell an einem nativen 16-Kern-Prozessor zu arbeiten – vermutlich für die Opteron-Server-Reihe. Zum anderen stolperte man über Hinweise, dass die jüngst vorgestellte AMD-Kaveri-APU gar über ein Vier-Kanal-Speicher-Interface verfügt, welches nicht nur DDR3- sondern auch GDDR5-Speicher ansprechen kann.

Vergangenen Dienstag hat AMD seine neuen Prozessoren auf Basis der Kaveri-Architektur vorgestellt und kurze Zeit danach natürlich auch technische Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eben aus jenen leiten sich nun durchaus interessante Informationen ab, über welche beispielsweise die Kollegen der c't und von Planet3DNow! gestoßen sind.

Native 16 Kerne auf einem Stück Silizium – der nächste FX?

So zeigt Planet3DNow! ein Prozessorschaltbild eines 16-Kern-Prozessors von AMD, welchen es in dieser Form bislang noch nicht gibt. Zugegeben hat AMD bislang in seiner Opteron-Reihe bereits Modelle im Angebot, welche von 16 Kernen sprechen. Technisch handelt es sich dabei allerdings um zwei 8-Kern-Modelle, welche auf einem DIE zusammenarbeiten. Die entdeckte Variante hingegen stellt einen nativen 16-Kern-Prozessor aus einem Stück Silizium dar, was darauf hindeutet, dass AMD aktuell an einer solchen CPU entwickelt. Zudem lässt die Spekulation die Tür offen. So könnte AMD sicherlich eine solche Basis auch für FX-Desktop-Prozessoren ins Auge fassen. Kürzlichen Spekulationen, dass AMD die High-End-Desktop-CPUs nicht mehr weiterverfolge, widersprach der Hersteller. Auf der anderen Seite bleibt natürlich die Frage, ob AMD im PC-Bereich Vorteile mit einem nativen 16-Kern-Modell erzielen könnte. In Ermangelung passender Software im Endkundensegment, welche von solch vielen Rechenkernen profitiert, darf man das derzeit wohl verneinen.

Aufgebohrtes Speicher-Interface mit GDDR5-Support

Darüber hinaus ist die c't über den Hinweis gestolpert, dass die vorgestellten Kaveri-basierenden APUs nicht nur über ein Zwei-Kanal-Speicher-Interface verfügen, sondern gar über ein Vier-Kern-Interface. Dies kann zudem nicht nur regulären DDR3-Hauptspeicher ansteuern, sondern gar auch GDDR5-Speicher, wie er aktuell nur auf Grafikkarten zum Einsatz kommt. Mit den derzeitigen Umsetzungen (Mainboards und CPU-Sockeln) scheint dies für die Praxis noch keine große Bedeutung zu haben. Mit entsprechenden Anpassungen wäre es jedoch durchaus denkbar, dass irgendwann – beispielsweise im mobilen Segment – Plattformen auftauchen, bei welchen solchen APUs dann GDDR5-Speicher zur Verfügung gestellt wird; beispielsweise auf der Platine aufgelötet.

Man darf vor allem erkennen, dass AMDs Entwickler nicht untätig sind und interessante Ansätze verfolgen. Wann das jedoch in der Praxis relevant werden wird, das bleibt aktuell dahingestellt.
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Stichworte zur Meldung: Amd Opteron Native 16 Kerne Prozessor Vorbereitung