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Threema: Die sichere Alternative zu WhatsApp?

Mobile | HT4U.net
Facebook übernimmt WhatsApp, und darüber sind einige Anwender gar nicht begeistert. Doch was soll man tun? Welche Alternativen gibt es? Aktuell erobert Threema den Markt und punktet dabei auch mit einer End-to-End-Verschlüsselung.

Es ist der Datenschutz, welcher den Nutzern Sorge bereitet, und hier scheint man sich in den Händen von Facebook noch unwohler zu fühlen, als schon bei WhatsApp. Dabei hatte der Messaging-Dienst in der Vergangenheit nicht selten Probleme mit der Sicherheit, doch dass nun die Daten im Hause des sozialen Netzwerkes aufbewahrt werden, scheint den Anwendern noch weniger zu gefallen.

In den Download-Charts des App Stores und bei Google Play schießt daher nun die Schweizer Alternative Threema nach oben und punktet dabei mit einer End-to-End-Verschlüsselung. Dies bedeutet, dass die Server von Threema die Nachrichten gar nicht erst im Klartext erhalten, sondern die Nachrichten von Absender bis zum Empfänger verschlüsselt übermittelt werden. Die Verschlüsselungstechnik ist dabei laut Experten mindestens mit einer Stärke von RSA mit 2.048 Bits vergleichbar, zudem fügt Threema den Nachrichten zufällige Daten bei, damit man nicht anhand der Größe auf die Inhalte schließen kann.

Nach der Installation muss der Nutzer einen geheimen Schlüssel erstellen. Hierfür wird der Finger in einem Feld bewegt und damit der Schlüssel per Zufall erstellt. Im Anschluss wird die eigene ID angezeigt, welche innerhalb von Threema einzigartig ist und somit der Identifizierung des Nutzers dient. Die Kontakte können via Telefonnummer oder E-Mail-Adresse auf Threema-Nutzer durchsucht werden, und der eigene Client am Smartphone* lässt sich mit Hilfe einer Passwortphrase schützen.

Bild: Threema: Die sichere Alternative zu WhatsApp?
Bild: Threema: Die sichere Alternative zu WhatsApp?

Bei der eigentlichen Kommunikation gibt es drei Sicherheitsstufen. Hier ist Rot die unsicherste Stufe, weil die Kontakt-ID entweder per Hand eingegeben wurde oder weil sie schlicht eine Nachricht geschickt hat. Die zweite Stufe ist Orange und bedeutet, dass die Identität durch eine SMS oder E-Mail von Threema bestätigt wurde. Damit ist es recht sicher, dass der Kontakt auch der ist, welcher er angibt zu sein. Die sicherste Technik ist allerdings Grün, denn hier wurde der persönliche QR-Code des Nutzers eingescannt und damit die Identität bestätigt.

Bild: Threema: Die sichere Alternative zu WhatsApp?
Bild: Threema: Die sichere Alternative zu WhatsApp?
Bild: Threema: Die sichere Alternative zu WhatsApp?

Threema ist keine Open-Source-Lösung und auch die Idee ist erst einmal schlüssig. Sicherheitsprobleme gibt es dennoch, denn ein Anwender könnte schlicht gehackt werden, wodurch ein Dritter auf die Nachrichten zugreifen und auch den Versand steuern könnte. Darüber hinaus kann auch das Programm selber Schwachstellen und Sicherheitslücken aufweisen. Bislang sind die Experten aber durchaus überzeugt von der Umsetzung.

Threema ist kostenpflichtig, doch der Preis liegt bei einmalig 1,60 Euro im Play Store von Google oder 1,80 Euro im App Store von Apple*. Dies sind überschaubare Kosten, und die Android-Nutzer ohne Zahlungsmöglichkeiten im Play Store können die APK auch direkt beim Entwickler erwerben.

Alles im allem scheint Threema durchaus als sichere Alternative zu WhatsApp geeignet zu sein. Die Kosten sind überschaubar, die Handhabung verständlich, und die Sicherheitstechnik erfüllt Standards, welche man bei WhatsApp vermutlich nie sehen wird und die zumindest aktuell auch nicht erfüllt werden.
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