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Ubisoft und die Spielstände - Splinter Cell will nicht offline speichern - AC IV an den Code gebunden

Spiele | HT4U.net
Lieber Geld zurück, statt Fehlerbeseitigung? Den Eindruck kann man langsam bei Ubisoft und deren Spieleplattform Uplay erhalten. Aktuell gibt es Probleme, dass man bei Splinter Cell nicht im Offline-Modus spielen kann, da die Errungenschaften nicht gespeichert werden. Online stellt dies keine Probleme dar. Bei AC IV: Black Flag sind die Spielstände an den Produktschlüssel gekoppelt; gehen diese verloren, hat man Pech.

Sicherlich hat Ubisoft interessante Blockbuster im Angebot, und die jüngsten Titel wie Splinter Cell: Blacklist und Assassin's Creed IV: Black Flag haben sich sehr gut verkauft. Doch die an die Uplay-Plattform gekoppelten Spiele haben ihre Probleme. Gerade bei den Spielständen stößt das Vorgehen von Ubisoft einigen Anwendern übel auf, und wirkliche Lösungen bietet man nicht. Im Zweifelsfall bietet man lieber an, den Kaufpreis zurückzuerstatten. Doch der nächste Supporter hat schon wieder weitere Vorschläge im Angebot, welche jedoch keine Abhilfe bieten.

Beispiele:

Jüngste Beispiele sollen verdeutlichen, von was wir sprechen. Assassin's Creed IV: Black Flag bietet die Eigenart, dass die Spielstände immer an den Produktschlüssel gekoppelt sind. Werden diese beschädigt oder gehen aus sonstigen Gründen verloren, gibt es keine offiziellen Abhilfemöglichkeiten. In unserem Fall lief schlicht der Produktschlüssel der Presseversion aus (warum, konnte Ubisoft uns nicht erklären). Dies hatte zur Folge, dass der nächste Schlüssel die Spielstände nicht mehr akzeptierte und diese als korrupt meldete. Da unsere Benchmark-Szene für Grafikkarten schon in einem fortgeschrittenen Spielbereich liegt, hätten wir zwei Möglichkeiten gehabt. Uns entweder illegaler Methoden zu bedienen, welche im Internet beschrieben werden. Oder eben den Spielstand erneut zu erspielen. Dabei haben wir uns natürlich für letzteren Schritt entschieden. Schließlich weiß man nie genau, was man aus solchen zwielichtigen Bezugsquellen erhält.

Warum aber die Spielstände an den Produktschlüssel gekoppelt sind, erschließt sich einem nicht. Dass Ubisoft in einem solchen Falle keine Hilfe in Form der Kopplung von Spielständen an einen neuen Produktschlüssel oder eine alternative Abhilfe anbietet, ebenso wenig.

Beispiel 2 ist Splinter Cell: Blacklist. Die von uns erspielten Spielstände sind im Offline-Modus nicht zu erreichen – doch schlimmer noch: Im Offline-Modus werden diese überhaupt nicht gespeichert, und nach einem Neustart steht man wieder unmittelbar am Beginn des Spiels. Eine Suche nach des Rätsels Lösung führte uns zum Resultat, dass es wohl keine Lösung gibt. In verschiedenen Foren wird von dem Problem gesprochen, im Ubisoft-Forum findet sich der Leidensweg eines Anwenders, welcher wohl kein Ende finden will.

Eine Odyssee und kein Ende?

Auch er litt unter der gleichen Problematik und wandte sich an den Ubisoft-Support, welcher auch schnell Ratschläge erteilte. Unter anderem gab es Hinweise, dass es nach einem Uplay-Update neue Ordnerstrukturen gibt, welche verantwortlich für das Problem seien. Anweisungen und Vorschläge führten jedoch nicht zur Abhilfe, so dass ein Supporter gar schließlich die Rückgabe des Spiels anbot. Nachdem der Anwender alle dafür vorgesehenen Schritte befolgt hatte, geschah nichts mehr. Eine erneute Kontaktaufnahme mit dem Support führte dann zu erneuten Lösungsansätzen: Der Produktschlüssel müsse korrupt sein, und man schickte einen neuen. Nach unzähligen Installationen und Versuchen blieb jedoch alles beim Alten, und der Anwender ist zwischenzeitlich von Blacklist recht bedient. Seit über zehn Tagen geschieht ganz offensichtlich nichts mehr.

DRM ist okay – aber so wiederum nicht!

Wir sind sicher, dass andere Anwender genügend weitere unglaubliche Probleme dieser oder ähnlicher Art berichten könnten. Zurückzuführen sind diese meist auf das Digital Rights Management (DRM). Das Sicherstellen, dass eine Software nicht unerlaubt vervielfältigt und verbreitet wird, ist auch ein nachvollziehbarer Wunsch. Dabei sollte man dann aber eben auch sicherstellen, dass die dafür ergriffenen Maßnahmen nicht derart mit Fehlern behaftet sind, dass selbst simple Dinge wie die geschilderten nicht möglich sind. Schließlich möchte der Käufer eben nur das, wofür er auch gezahlt hat: ein funktionierendes Spiel, und zwar auch eines ohne Online-Zwang. Andernfalls – so zumindest für Splinter Cell: Blacklist – sollte der Publisher diesen Umstand entsprechend kenntlich machen.
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