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Google sperrt über 11.000 Seiten nach Viren-Angriff

Internet | HT4U.net
Zur Zeit kursiert ein aggressives Internetvirus im Netz, welches Webseiten infiziert und kapert. Auch der Suchmaschinenspezialist Google hat deshalb reagiert und über 11.000 Web-Auftritte aus dem Index geworfen.

Der Schädling, welcher die Webseiten überfällt, zielt auf eine Lücke im Content-Management-System Wordpress, wo sich das SoakSoak getaufte Virus breitmacht. Wer auf eine infizierte Seite trifft, wird auf eine russische Domain weitergeleitet, die mit weiterer Schad-Software gespickt ist und den jeweiligen Computer befallen soll.

Wie die amerikanische Sicherheitsfirma Sucuri Security LLC berichtet, befindet sich die Schwachstelle in dem Word-Press-Plug-in, welches zur Erstellung von Bilderserien genutzt wird. Über dieses Sicherheitsloch lässt sich die jeweilige WordPress-Installation kapern, so dass der Schädling dann die Umleitung auf die russische Domain einrichtet.

Das große Problem für die Betreiber der WordPress-Seiten ist, dass die Sicherheit der jeweiligen Webseite so lange nicht gewährleistet werden kann, wie die Sicherheitslücke im Plug-in besteht. Eine gewisse Abhilfe soll die Installation einer Firewall schaffen, aber im Kern ist hier dringend ein Update durch den Entwickler notwendig. Auch Berichten einige Nutzer, dass nach Wiederherstellung der Seite selbige innerhalb von einigen Minuten erneut infiziert gewesen sei.

Wichtig ist zudem der Hinweis, dass betroffene Seiten nicht einfach durch Löschen bestimmter Dateien wieder gesichert werden können. Dieser Tipp kursiert aktuell in einigen Foren, soll aber nach Auffassung der Experten nicht reichen, um die Sicherheit der Seite zu gewährleisten. Stattdessen ist hier die Einspielung eines Backups oder die grundsätzliche Wiederherstellung der Installation notwendig.
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