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Windows-10-Schlagzeilen: Update-Flut - Unterbindung von Raubkopien - Nutzungsanalyse

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Windows 10 bestimmt aktuell nicht selten die Schlagzeilen – insbesondere heute scheint die Szene sich kaum über etwas anderes zu unterhalten. Da gibt es Ärger um die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, welche es angeblich erlauben, unerwünschte Peripherie oder Raubkopien von Spielen zu unterbinden, Ärger um eine angebliche Update-Flut und im Nachgang zu unserer gestrigen Nachricht zu Marktanteilen von Windows 10 eine Analyse, dass das neue Betriebssystem inzwischen bereits auf jedem zehnten PC werkelt.

Nach knapp mehr als zwei Wochen der Markteinführung hat sich Windows 10 zu einem wichtigen Thema von großem Interesse entwickelt. Allerdings finden sich momentan auch recht viele negative Schlagzeilen ein, welche zum Teil wenig begründet scheinen, den Klickzahlen aber durchaus behilflich sein könnten. Starten wir mit etwas Positivem: den Marktanteilen von Windows 10.

Windows 10 schon auf jedem zehnten PC installiert

Erst gestern berichteten wir über Ähnliches. Nach ersten aufgetauchten Informationen zu den bisherigen Installationen von Windows 10 war die Rede von 50 Millionen Exemplaren innerhalb der ersten 14 Tage. Heute findet sich eine Analyse der Firma StatCounter ein, welche darüber spricht, dass Windows 10 in Deutschland bereits auf jedem zehnten Gerät installiert ist, weltweit seien es bislang etwas mehr als sechs Prozent. Im Großen und Ganzen passt dies recht gut zu unseren gestern präsentierten Zahlen.

Ärger über Update-Flut

Obiges ist eine der heutigen Schlagzeilen und spricht davon, dass Anwender verärgert über die Menge an Windows-10-Updates seien und den Umstand, dass man es nicht verhindern könne. In Zahlen sprechen wir inzwischen von dem dritten Update seit der Vorstellung am 29. Juli 2015 – also einem Zeitraum von 20 Tagen. Dabei beschäftigt sich das heutige Update für Windows 10 mit einer Fehlerbeseitigung bei der Nutzung des App-Stores. So soll es teils nicht mehr möglich gewesen sein, Applikationen zu aktualisieren oder andere herunterzuladen.

Damit setzt Microsoft eigentlich nur um, was man bei Windows 10 versprochen hatte: zeitnahe Fehlerbeseitigungen und nicht mehr starre Daten mit Update-Auslieferungen wie bislang. Eigentlich sollte das Verhalten begrüßt werden, denn Microsoft könnte auch Wochen bis zu einem großen Service-Release wie früher warten. Dafür bekäme man dann noch mehr Schelte.

Big Brother und die Raubkopien

Nachdem es bereits genügend Schlagzeilen darüber gab, dass Windows 10 Daten sammelt, um auch gezielt in Richtung Werbung auf die Endkunden zugehen zu können, wurde aktuell eine neue Passage der Nutzungsbedingungen ausgegraben, welche für Verunsicherung sorgt. Danach ist Microsoft berechtigt, "illegale Software" und "unerlaubte Hardware-Peripherie zu blockieren".
    "Wir sind berechtigt, Ihre Version der Software automatisch zu überprüfen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass wir die Dienste bereitstellen können, Software-Updates oder Konfigurationsänderungen ohne Ihnen hierfür Gebühren zu berechnen herunterladen können sowie die Dienste, einschließlich jener, die Sie am Zugriff auf die Dienste, am Spielen von gefälschten Spielen oder an der Nutzung unerlaubter Hardware-Peripheriegeräte hindern, aktualisieren, verbessern und weiterentwickeln können."

Dadurch gibt es aktuell bereits die wildesten Spekulationen, was Big Brother hier im Hintergrund wieder treibt und welche Absichten verfolgt werden könnten. Ein Microsoft-Produktmanager schafft auf Twitter Klarheit.

So schreibt Boris Schneider-Johne, dass es sich um eine alte Passage aus Xbox-Live-Zeiten handelt, die sich hier schlicht mit Cheating in Online-Games beschäftigt habe. Das Problem sei leider, dass man nun eine Richtlinie für alle Microsoft-Produkte geschaffen habe.

Darüber hinaus wäre ohnehin offen geblieben, ob eine solch "neue Klausel" mit dem Hintergrund der Datenüberprüfung von Programmen auf den PCs der Anwender in Deutschland rechtlich wirksam gewesen wäre. Sei es drum, diese und weitere Klauseln, gemünzt auf verschiedene MS-Produktbereiche, sind nun zu einem Paket geschnürt worden, und der Anwender muss lesen und zustimmen oder eben ablehnen.

Es gibt spannendere Themen

Es gibt weit mehr Themen, über welche man nörgeln oder sich freuen könnte. So zum Beispiel der Umstand, dass Windows 10 Probleme mit einigen älteren Titeln, gerade jenen mit Kopierschutz, bereitet. Microsoft beabsichtigt hier ganz offensichtlich nicht, für Abhilfe zu sorgen, und schiebt den schwarzen Peter anderen in die Schuhe oder empfiehlt, dass man den betagten Titel doch noch einmal ohne DRM erwerben sollte. Das empfinden wir beispielsweise als Frechheit gegenüber den ehrlichen Endkunden.

Oder Positives im gleichen Sektor: So scheint Windows 10 bei aktuellen DirectX-11-Spielen ebenfalls schon Geschwindigkeitsvorteile mit sich zu bringen. Derzeit gibt es einen ersten (mit Vorsicht zu genießenden) Ausblick auf DirectX-12-Titel. ComputerBase hat sich das Spiel "Ashes of the Singularity" als ersten DX-12-Titel angeschaut. Zumindest diese Augenblickaufnahme scheint AMD-Grafikkarten einen deutlichen Performance-Schub durch die Verschlankung der neuen API zu bescheren. Andererseits bleibt natürlich die Möglichkeit, dass der NVIDIA-Treiber – wohl DX-12-geeignet – noch nicht ausreichend optimiert ist. Spannend bleibt es dennoch.
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