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Raspberry Pi: Der offizielle Touchscreen ist da

Computer | HT4U.net
Ab sofort gibt es einen sieben Zoll großen Touchscreen für den Ein-Platinen-Rechner Raspberry Pi. Der Bildschirm kostet 48 Pfund (circa 65,53 Euro), und für weitere 10 Pfund (13,65 Euro) gibt es einen passenden Kunststoffrahmen in den Farben Schwarz, Rot, Orange, Grün, Blau oder Lila. Dank passender Bohrungen kann der Raspberry Pi auf der Rückseite des Displays verschraubt werden.

Die Entwicklung des Touchscreens hatte vor zwei Jahren begonnen und sollte eigentlich binnen sechs Monaten abgeschlossen sein. Doch die Wahl der passenden Technologie und die Suche nach einem Hersteller, der eine langfristige Lieferbarkeit und eine gleichbleibende Qualität zu akzeptablen Preisen garantieren wollte, gestaltete sich schwierig. Letztendlich fiel die Wahl auf die britische Firma Inelco Hunter. Deren LCD-Display stammt aus dem industriellen Umfeld und leistet 800 x 480 Bildpunkte bei 60 fps mit einer Farbtiefe von 24 Bit. Es bietet einen Blickwinkel von 70 Grad und verarbeitet bis zu zehn gleichzeitige Berührungen. Verglichen mit aktuellen Tablets sind diese Werte recht mager, doch für Bastelprojekte soll der Bildschirm bestens geeignet sein.

Der Touchscreen nutzt DSI (Display Serial Interface), zum Anschluss an den Raspberry Pi wird jedoch DBI (Display Bus Interface) verwendet. Daher wird eine DSI-zu-DBI-Wandlerplatine mitgeliefert, die man als Erweiterung auf den Kleinstcomputer schraubt. Die Bilddaten gelangen über den 15-poligen FPC-Anschluss zum Raspberry Pi. Für die Stromversorgung kann man ein weiteres USB-Netzteil verwenden, welches mindestens 500 mA leistet. Wer bereits ein für den Raspberry Pi zertifiziertes USB-Netzteil nutzt, schließt dieses an die Wandlerplatine des Displays an und nutzt deren USB-Ausgang, um den Rechner zu versorgen. Oder man verbindet den 5-Volt-Abgriff der GPIO-Kontakte auf dem Raspberry Pi mit der Wandlerplatine.

Die ersten Displays werden als Kit geliefert, bei dem man zunächst die Wandlerplatine am Bildschirm befestigen muss. Dies soll sich in absehbarer Zeit aber ändern. Um das Touchdisplay nutzen zu können, benötigt die Linux-Distribution Raspbian erst einmal die passenden Treiber. Diese liegen als Aktualisierung bereit. Nach dem Upgrade ist der Touchscreen als standardmäßiges Anzeigegerät hinterlegt. Wer lieber den HDMI-Ausgang für die primäre Anzeige verwendet, muss die Datei config.txt bearbeiten und dort die Zeile "display_default_lcd=0" hinzufügen. Einige Applikationen, beispielsweise der Omxplayer, können auch zwei Displays ansteuern. Hierfür sollte man den Grafikspeicher in der Datei config.txt auf 128 MiB anheben, der entsprechende Wert heißt "gpu_mem".



Autor: mid
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