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NVIDIA: GeForce-Experience-Zwang und E-Mail-Registrierung zum Bezug von Betatreibern (Update)

Grafik | HT4U.net
Vergangenen Freitag tauchten erstmals Gerüchte auf, welche die Gemüter mancher NVIDIA-Fans höher kochen ließen. Inzwischen hat NVIDIA die Gerüchte offiziell bestätigt. Ab Dezember 2015 will man grundlegende Änderungen bei WHQL- und Betatreibern einführen. Die WHQL-Treiber werden nur noch vierteljährlich veröffentlicht. Beta-/Game-Ready-Treiber hingegen gibt es künftig nur noch, wenn man das NVIDIA-Tool GeForce Experience verwendet und sich beim Hersteller mittels E-Mail registriert.

Die Herangehensweise zum neuen Vertriebsweg von Betatreibern erschließt sich dem Betrachter erst einmal nicht. Bisher veröffentlichte NVIDIA seine Grafikkarten-Treiber schlicht auf seiner Webseite, sobald verfügbar. Egal, ob es sich dabei nun um Beta-, Game-Ready- oder offiziell zertifizierte Treiber handelte. Wurde ein dringender Fehler gefixt, fand sich auf der Webseite der passende Treiber. Die geplante Umstellung erklärt NVIDIA einfach.

Demnach würden bereits jetzt schon 90 Prozent der Treiber-Updates über GeForce Experience erfolgen. Darüber hinaus ist der Hersteller der Ansicht, dass das Tool die effizienteste Methode sei, um Anwender mit neuen Treibern zu versorgen. Wenn dem so ist, bleibt immer noch die Frage offen, warum man das bisherige System in ein komplizierteres wechseln ändern muss, um die letzten 10 Prozent der Anwender ärgern zu müssen? Zudem erschließt sich die Forderung nach einer E-Mail-Registrierung ebenfalls nicht.

Nur noch offizielle WHQL-Treiber wird es künftig auf der Webseite von NVIDIA geben, oder über Microsofts Windows Update. Allerdings lässt der Hersteller verlauten, dass sich die Zyklen für diese Treiber erhöhen. Es wird sie nur noch einmal vierteljährlich geben.

Wohl denn: NVIDIA-Besitzer werden sich künftig also darauf einstellen müssen, dass sie eine zusätzliche Software im Hintergrund laufen lassen müssen – ob benötigt oder nicht. Darauf hoffen, die Game-Ready-Treiber über sonstige Download-Portale erhalten zu können, sollte man nicht. Bislang gibt es von NVIDIA keine offizielle Erlaubnis, deren Treiber – auch offizielle – als Download zu hosten. Macht man es dennoch, erhält man eine freundliche Aufforderung des Herstellers, das Angebot umgehend offline zu nehmen.

Update 19. Oktober 2015:
Zu unserer gestrigen Nachricht hat Kollege Wolfgang Andermahr von der ComputerBase das Vorgehen von NVIDIA in dieser Sache kommentiert. Den Kommentar teilen wir gerne mit euch, trifft er doch 1:1 unsere Gedanken zur Thematik.
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