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Windows 10 - Abmahnung wegen Zwangs-Upgrade durch Verbraucherschützer

Internet | HT4U.net
Heimliche Downloads des Upgrades auf Windows 10 im Hintergrund und aufpoppende Fenster mit Update-Hinweisen auf dem heimischen PC? Wir rümpften über dieses Microsoft-Vorgehen schon vor ein paar Wochen nach Bekanntwerden die Nase. Nun ist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in diesem Falle tätig geworden.

Bereits im September 2015 konnte man erstmals lesen, dass das Windows-10-Upgrade auf berechtigten PCs in einigen Fällen und ohne Zustimmung des Anwenders im Hintergrund heruntergeladen wird. Irgendwann erscheint auf dem heimischen Rechner dann auch ein neues Fenster, welches darüber informiert, dass Windows 10 jetzt zur Installation bereit sei. Zwangs-Upgrade? Darüber haben nicht nur wir Unverständnis zum Ausdruck gebracht.

Die Verbraucherschutzzentrale Baden-Württemberg sieht dieses Vorgehen von Microsoft als inakzeptabel und unzumutbar an. Anwender führe dies teils in Schwierigkeiten – sei es bei fehlender Speicherkapazität auf dem PC oder den Umstand des automatischen nicht gewünschten Downloads zu lösen. Schon angesprochene, mögliche Probleme für die Anwender bei Volumenbeschränkungen im Internettarif sehen die Verbraucherschützer ebenfalls kritisch.

In der Folge hat die Verbraucherschutzzentrale Microsoft abgemahnt und fordert den Konzern auf, diese Form der Zwangs-Upgrades künftig einzustellen. Sollte Microsoft die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnen, will man die Sache vor Gericht klären.

Für Beobachter war es eine Frage der Zeit, wann ein solcher Schritt der Verbraucherschützer erfolgen wird. Microsoft steht nun unter Zugzwang. Einen Gerichtsprozess hinsichtlich dieser Umstände wird man sicherlich nicht eingehen wollen.
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