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Laser oder Tintenstrahler, einfacher Drucker oder Multifunktionsgerät: Welches Gerät passt zu wem?

Peripherie | HT4U.net
Das Angebot unterschiedlicher Drucker von verschiedenen Herstellern ist groß. Neben Modellen aus dem niedrigen Preissegment sind auch Multifunktionsgeräte aus dem High-End-Bereich erhältlich. Wer sich einen neuen Drucker kaufen möchte, steht zunächst einmal vor der Frage, wozu er diesen nutzen möchte. Denn der Verwendungszweck spielt bei der Entscheidung eine maßgebliche Rolle. Darüber hinaus bestimmen die Kosten den Kauf, da neben dem Anschaffungspreis insbesondere die Betriebskosten ins Gewicht fallen.

Unterschied zwischen Tintenstrahl- und Laserdrucker

Grundsätzlich haben Anwender die Wahl zwischen zwei verschiedenen Drucktechniken, die sich unterschiedlich auf die Bedienung sowie auf die Kosten auswirken.

Tintenstrahler


Solche Geräte drucken mit Tinte und sind zu günstigen Preisen erhältlich. Allerdings trocknen die Patronen schnell ein, wenn nur selten gedruckt wird, was das Druckergebnis deutlich verschlechtert. Das Problem kann zwar durch einen Austausch der Patrone oder über die Druckkopfreinigung behoben werden, jedoch kostet das letztlich viel Geld. In Sachen Papier muss für ein gutes Druckergebnis auf Hochwertigkeit geachtet werden, denn dünnes Kopier- und Recyclingpapier wellen sich gerne nach dem Ausdruck. In Bezug auf die Betriebskosten sind Tintenstrahler allerdings recht günstig einzustufen, da sie weniger Strom als ein Laserdrucker benötigen.

Laserdrucker


Bei dieser Technik wird nicht mit Tinte gedruckt, sondern ein Toner brennt die Linien auf das Papier. Dadurch entfallen die Nachteile des Tintenstrahldruckers wie Eintrocknen der Tinte, unsaubere Linien und ein Verwischen des frischen Ausdrucks. Präzise Darstellungen sind auch bei Farbausdrucken möglich, jedoch sind fließende Übergänge nicht so einfach realisierbar wie es beim Tintenstrahldrucker der Fall ist. Des Weiteren sind solche Drucker meistens in der Anschaffung teurer. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie erst eine hohe Betriebstemperatur von ungefähr 200 Grad erreichen müssen, um drucken zu können. Das kostet Energie und Zeit. Letztere holen Laserdrucker allerdings wieder rein, da sie mit sehr hoher Geschwindigkeit drucken. Ein großer Kritikpunkt ist, dass sie ein Gesundheitsrisiko bergen können, da eine gewisse Menge Tonerpartikel bei jedem Druckvorgang in die Luft abgegeben wird.

Besonderheit Verbrauchsmaterial

Berücksichtigen sollten Anwender auch die Kosten für den Nachkauf von Tintenpatronen und Toner, denn die Preise unterscheiden sich je nach Modell und Hersteller eklatant. Die Preise für Drucker erscheinen auf den ersten Blick oft günstig, betrachtet man im Nachhinein die Anschaffungskosten für Ersatz-Tintenpatronen oder -Laserkartuschen, so erreicht man bei Originalteilen schnell den Anschaffungspreis des Druckers – darüber verdienen die Hersteller offenbar heute ihr Geld. Hier gilt es also besonders, die Augen offen zu halten. Im Internet, beispielsweise bei TonerPartner, ist eine große Auswahl unterschiedlicher Produkte günstig zu bestellen.

Der passende Drucker für verschiedene Anwender

Privatanwender


Aufgrund des günstigen Anschaffungspreises und der kompakten Größe entscheiden sich die meisten für einen Tintenstrahldrucker. Wer nur manchmal Dokumente und einige Fotos ausdrucken möchte, für den ist ein solches Gerät aus dem günstigen Preissegment vollkommen ausreichend. Wenn doch einmal etwas eingescannt oder kopiert werden soll, ist ein Multifunktionsgerät eine Investition wert. Praktisch ist es außerdem, wenn sich der Drucker für den Privatanwender über WLAN mit dem Smartphone oder Tablet verbinden lässt. Dadurch lassen sich auch Daten von diesen Geräten schnell und bequem ausdrucken. Letzteres steigert natürlich den Anschaffungspreis.

Fotograf


Hobby- und Profifotografen sollten sich einen Tintenstrahldrucker mit mindestens vier unterschiedlichen Farben anschaffen. Je mehr Töne es sind, desto besser und detailreicher kann der Drucker Landschaftsaufnahmen und Porträts ausdrucken. Aus diesem Grund sind neben den Standardfarben Grautöne sowie helles Cyan und Magenta zu empfehlen. Wichtig ist außerdem, ein geeignetes Fotopapier zu verwenden. Das High-End-Gerät Canon Pixma Pro-1 A3 verfügt über insgesamt zwölf separate Tintentanks und ermöglicht eine hohe Qualität von Fotoausdrucken sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß. Außerdem druckt er im A3-Format. Die Preise starten hier dann allerdings erst bei etwa 760 Euro.

Homeoffice


Wer den Drucker geschäftlich und privat nutzt, sollte kein zu günstiges Modell auswählen. Schließlich möchte man mit seinen Ausdrucken einen professionellen Eindruck hinterlassen. Daher ist ein Laserdrucker im Vergleich zum Tintenstrahldrucker oftmals die bessere Wahl. Schnelles Druckverhalten, je nach Modell sehr leise Ausdrucke, werden aber oft mit relativ schlechter Eigenschaft bei Farb-/Fotodrucken gepaart. Ein gutes Einsteigergerät, mit Abstrichen bei Fotodrucken, stellt hier der Lexmark CS410DTN dar, welcher mit rund 400 Euro durchaus noch in erschwinglichen Preisbereichen agiert. Eine gute Option könnte zudem ein Multifunktionsgerät sein, welches Drucker, Fax, Scanner und Kopierer in einem bietet. Der Nachteil liegt aber auf der Hand: Ist ein Teil der Multifunktionseinheit defekt und muss eingeschickt/getauscht werden, liegen die anderen Teile auch brach, weshalb wir persönlich zu einzelnen Geräten tendieren.

Unternehmen


Für zahlreiche Druckaufträge und ein professionelles Ergebnis ist ein Laserdrucker, der ein sauberes, gesättigtes und präzises Druckbild liefert, zu empfehlen. Hinzu kommt die Langlebigkeit von Dokumenten und Konsorten. Ein Unternehmen, das viele Grafiken erstellen muss, sollte sich für einen Farblaserdrucker entscheiden. Das sogenannte Elektrofotografieverfahren ermöglicht scharfe Abbildungen, die zudem sehr haltbar und vor Umwelteinflüssen geschützt sind. Diese sind günstiger geworden (Preise ab 100 Euro), weshalb sie auch für Privatanwender eine Option sein können. Aufgrund moderner Technik sind Tintenstrahldrucker inzwischen im Anmarsch ins Office: Hersteller wie Epson und HP bieten Modelle mit großen Tintenpatronen beziehungsweise -tanks an, die Kapazitäten von 1.000 Seiten und mehr erfüllen können. Es bleiben aber häufig die Nachteile der Geschwindigkeit, Lautstärke und des Verwischens der Tinte.
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