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Kurz und knapp: Gerüchte und Fakten aus der Szene

Sonstiges | HT4U.net
Die letzten Tage gab es wieder hinreichend Material aus der Gerüchteküche, was zu wirklichen Nachrichten nur bedingt taugte. Darum fassen wir die Fetzen als Lesestoff für das Wochenende einmal zusammen. Von AMDs neuen Plänen, das Ruder herumzureißen, über HBM2-Speicher oder angeblich NVIDIAs neuen Notebook-Prozessoren und neuen Intel-CPUs findet sich einiges im Sektor PC-Hardware und -Geschehen.

AMDs neue Planungen zum Fortschritt

Als Fakt gesichert bleibt, dass AMDs letzte Quartalszahlen abermals nicht überzeugend waren. Wie zu erwarten, hat die Chefin Lisa Su in einer Darlegung der Zahlen neue Konzepte präsentieren müssen. Neben üblichen Kosteneinsparungen will man aber zusätzlich das gesamte Angebot verschlanken. Nicht mehr auf jeder Party wird man mittanzen, sondern will die Kernbereiche gezielter mit Produkten bedienen. Die zusammengeschrumpften CPU-Angebote werden künftig in den neuen Sockeln AM4 und FP4 laufen, wobei FP4 für verlötete Mobilvarianten steht und AM4 für gesockelte Modelle, in welchen auch die kommende Zen-Architektur laufen wird. Diese soll definitiv noch Ende des Jahres erscheinen. Im Grafikkarten-Segment liegt der Fokus auf den neuen Polaris-GPUs, welche Mitte des Jahres in kleinerer Fertigungstechnik erwartet werden.

Preissenkungen soll es nun in Kürze angeblich auch bei der Radeon R9 Fury geben. Das bis Ende des letzten Jahres eher schlecht erhältliche Grafikkartenmodell von AMD scheint nun besser verfügbar zu sein, und nach der Preissenkung der R9 Nano muss hier offenbar ebenfalls ein Preisnachlass her – in welchem Maße, ist aber unbekannt.

Gerüchte um neue NVIDIA-Grafikprozessoren für Notebooks

Angeblich soll NVIDIA zwei weitere Spitzenableger für das Notebook-Segment planen. Die Rede ist hier von den mobilen Versionen GeForce GTX 970MX und GeForce 980MX. Doch schon unmittelbar nachdem diese Meldungen auftauchten, gibt es ein Dementi. Solche Pläne soll es angeblich nicht geben, und NVIDIAs Fokus liege aktuell auf der nächsten GPU-Generation Pascal, welche dann wie AMDs Polaris-Modelle in kleinerer Fertigungstechnik an den Start gehen werden.

CPU-Zuwachs bei Intel

Zwei neue Prozessoren sollen in Bälde in Intels CPU-Portfolio der Skylake-Familie erscheinen. Dabei handelt es sich um die Modelle Core i3-6098P und Core i5-6402P. Während die Buchstaben-Ergänzung "P" noch immer nicht von Intel offiziell kommuniziert ist, passen die beiden Modelle (Zweikerner mit HT, und Vierkerner) recht gut ins bisherige Angebot.

Die Codenamen der Intel-CPU-Architekturen in 10-nm-Fertigung umfassen bislang offenbar drei Bezeichnungen. Während Cannonlake mehr oder minder schon bekannt war, gesellen sich Icelake und Tigerlake hinzu. Den Start wird ganz offensichtlich Cannonlake im zweiten Halbjahr 2017 wagen, der erste Refresh soll genau ein Jahr später in Form von Icelake folgen, und noch einmal ein Jahr später soll es dann die Tigerlake-Modelle geben. Momentan befinden wir uns bei den Intel-Prozessoren bei Skylake im 14-nm-Fertigungsverfahren, und deren Nachfolger soll Kaby Lake werden, voraussichtlich Ende dieses Jahres.

HBM2-Speicherproduktion bei Samsung gestartet und GDDR5X-Standard verabschiedet

Das sollte Hynix als Vorreiter des HBM-Speichers prinzipiell ärgern. Samsung gibt nun als Erster die Produktion von HBM2 (High Bandwith Memory) bekannt. Die ersten Fertigungen sind laut Samsung als Stacks mit 4 GByte Kapazität gestartet, und im Laufe dieses Jahres soll die Fertigung mit 8 GByte pro Stack anlaufen. Damit dürfte der Hersteller in seinen Planungen erst einmal breit all das abdecken, was die Grafikkarten-Hersteller an HBM2-Modellen benötigen.

Aber HBM2-Speicher für Grafikkarten hat Konkurrenz, denn nun hat die JEDEC auch den GDDR5X-Standard verabschiedet. Natürlich zielt auch GDDR5X-Speicher erst einmal nur auf den High-End-Einsatz bei Grafikkarten ab. Hier bleibt abzuwarten, welcher Standard von den beiden Grafikkartengrößen AMD und NVIDIA eher akzeptiert wird, was neben dem Kostenfaktor sicherlich auch von Dingen wie Platinendesign und Leistungsaufnahme beeinflusst werden wird. In beiden Fällen sollte HBM2 die Nase klar vor GDDR5X haben, wobei HBM-Umsetzungen kleinere Platinen erlauben, GDDR5X den Herstellern die Weiterverwendung bisheriger Designs ermöglicht. Doch hier haben die Board-Partner der beiden Chipgrößen wohl eher wenig Mitspracherecht.



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