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Gerüchteküche: Neues zum komenden AMD-Sockel und zu AMD-Grafikkarten Polaris

Prozessoren | HT4U.net
Inzwischen haben findige Anwender ein Auge auf Zolldokumente und diverse Datenbanken und führen anhand dessen Rückschlüsse und Vermutungen zu neuen, in der Testphase befindlichen Produkten der Hersteller. Neuigkeiten soll es aktuell zum kommenden AM4-Sockel und zur AMD-Grafikkartenreihe Polaris geben.

Prozessoren

Starten wir mit dem kommenden AMD-Sockel 4 für die neuen CPUs der Bristol-Ridge- und der Zen-Reihe. Ein Datenbank-Eintrag hat dieses Mal zu Tage gefördert, dass der kommende Sockel AM4 für Modelle mit Pin-Grid-Array (PGA) ausgelegt ist. Das bedeutet nichts anderes, als dass AMD bei seinen CPUs dem bisherigen Schema treu bleibt, die Prozessoren mit Stift-Kontakten herstellen wird und diese dann in den Sockel gesteckt werden. Insgesamt 1.331 Kontakte soll es beim Sockel AM4 geben, bei AM3+ waren es bislang maximal 942. Der erwähnte Datenbankeintrag behandelt eine Sapphire-Hauptplatine, welche am 5. März 2016 als Testplattform auf die Reise ging. Der aktuelle Zeitpunkt hat dabei natürlich noch keine Aussagekraft darüber, wann AMDs Zen-Modelle oder eben die Bristol-Ridge-CPUs mit Exavator-Kernen den Markt erreichen werden. Momentan läuft die Spekulation dahingehend, dass letztere zuerst eintreffen werden und darum der notwendige Unterbau natürlich benötigt wird.

Grafikkarten

Bei den Grafikkarten hören wir seit Wochen von den neuen AMD-Chips, welche auf die Polaris-/Vega-Generation mit GCN-4.0-Architektur und kleinerer Fertigungstechnik aufsetzen sollen. Nun zeichnen sich mögliche erste Umrisse für Polaris 10 und 11 ab, welche im neuen 14-nm-Fertigungsprozess an den Start gehen werden. Demnach werden Polaris 10 und Polaris 11 bei Global Foundries in der kleineren Fertigungstechnik hergestellt, zielen allerdings nicht auf das High-End-Segment ab.

Polaris 11 soll lediglich über ein 128-Bit-Speicher-Interface verfügen und mit vermuteten 1.024 bis 1.280 Shader-Einheiten an den Start gehen. Hier sieht man allenfalls einen Einsatz im gehobenen Mainstream-Segment. Unterstellt werden ebenfalls 4 GByte GDDR5-Speicher und eine Leistungsaufnahme im Bereich von 70 bis 80 Watt. Nur allzu richtig folgert man aus diesen Informationen einen Nachfolger der R7 370 bis zur R9 380. An dieser Stelle muss erklärend gesagt werden, dass AMD natürlich mehrere GPU-Ableger von Polaris 11 vorstellen wird, welche auf unterschiedliche Segmente abzielen werden.

Polaris 10 wird das schnellere GPU-Modell und soll von seinen Hardware-Daten dann vermutlich eher die Radeon R9 390 und R9 390X in Rente schicken. Unterstellt werden hier aktuell zwischen 2.304 und 2.560 Shader-Einheiten, ein 256-Bit-Speicher-Interface und 8 GByte Videospeicher. Die vermutete TDP liegt bei 110 bis 130 Watt.

Offen bleibt weiterhin die Frage, mit welchem Speicher AMD an den Start gehen wird. Momentan sehen alle Zeichen typischen GDDR5-Speicher vor. Ob eventuell die Option besteht, GDDR5X-Speicher einzusetzen, ist dann von mehreren Faktoren abhängig. Schafft es die Massenproduktion rechtzeitig zum Marktstart, und wie kompatibel ist GDDR5X zu GDDR5?
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