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Toshiba OCZ-RD400-SSD für High-End-Segment vorgestellt

Storage & Speicher | HT4U.net
Erst in der letzten Woche durfte man überraschend eine deutliche Überarbeitung der OCZ-Webseite erkennen, welcher auch eine Vielzahl an SSD-Modellen dann zum Opfer fiel, welche schlicht End of Life gehen. Geblieben sind zwei Modelle für das Mainstream-Segment und nicht ein einziges High-End-Modell. Nun kündigen Toshiba und OCZ jeweils die OCZ RD400 als neue SSD für das High-End-Segment an. Ebenso ist es abermals zu einer neuen Namensgebung gekommen. OCZ Storage Solutions scheint nun ebenfalls Schnee von gestern zu sein.

Nach der Übernahme von OCZ durch Toshiba entstand der Konzern OCZ Storage Solutions. Trotz der namhaften Mutter im Rücken sowie erweiterter Garantiebedingungen gelang es dieser Konstellation offenbar nicht, das Vertrauen der Kunden im SSD-Geschäft zurückzugewinnen. Ein Cut wurde vollzogen, welcher in der Öffentlichkeit nicht breit angekündigt oder kommentiert wurde. Die erste Folge: Aus OCZ Storage Solutions wird nun Toshiba OCZ. Die zweite Folge: Das Produktportfolio wurde massiv zusammengekürzt und verbleibende Produkte umbenannt. Sämtliche SSD-Modelle für das Enterprise-Segment werden abverkauft. Das Gros der Modelle für den Consumer-Bereich wird ebenfalls abverkauft und eingestellt. Es bleiben aktuell nur noch die Modelle OCZ TR150 für das Einsteigersegment und die OCZ VT180 für Enthusiasten.

Dass es dennoch weitergeht und man versucht, entsprechende Erfolge einzufahren, zeigt die jetzigen Ankündigung der Toshiba OCZ RD400. Diese wurde ursprünglich als OCZ Storage Solution RevoDrive 400 angekündigt und basiert auf der Toshiba XG3-SDD, welche die Mutter bereits in OEM-Produkten vertreibt. Die RD400 stellt eine PCIe-NVMe-SSD dar, welche es als separate PCI-Express-Steckkarte geben wird, aber auch als M.2-Modul.

Die RD400 wird es in den Kapazitäten 128, 256, 512 und 1.024 GByte geben und soll ab heute im Handel erhältlich sein. Die unverbindlichen Preisempfehlungen starten bei 119 Euro für die kleinste Variante und enden mit 769 Euro für die größte Speicherkapazität. Die PCI-Express-Steckkarte wird jeweils einen Aufpreis um zirka 20 Euro erfahren.

Von der Performance her tritt man in unmittelbare Konkurrenz mit den großen Namen wie Intel und Samsung. Die Performance liegt auch nach Herstellerangaben in diesem Bereich: 2.600 MByte pro Sekunde will man beim Lesen und 1.600 MByte pro Sekunde beim Schreiben erreichen. Toshiba liefert, wie Samsung auch, eigene Treiber für seine SSDs, welche erhebliche Performance-Verbesserungen gegenüber den Microsoft-Standardtreibern versprechen.

Aus dem ehemaligen Shield-Plus-Garantiepaket der OCZ Storage Solutions wird nun das Advanced Warranty Program. Es bleibt bei den weiterhin vorbildlichen Garantien von fünf Jahren bei der RD400 und einem Vorabaustausch im Falle eines Defektes.

Weder auf Amazon noch in Preissuchmaschinen sind die neuen RD400-Modelle mit Preisen gelistet. Es dürfte wohl noch etwas dauern, bis sich hier vergleichbare Straßenpreise einstellen werden, damit ein Preisvergleich zu ähnlichen Produkten der Mitbewerber möglich ist.
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