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Stromausfall in Samsungs NAND-Fabrik führt zu 10.000 beschädigten Wafern

Storage & Speicher | HT4U.net
Ein Stromausfall in einer NAND-Fabrik von Samsung hat die Produktion von Flash-Speicher unterbrochen und die Angst vor Lieferengpässen weiter angeheizt. Während es bei DRAM-Chips nach wie vor ein Überangebot gibt, ist die Nachfrage für NAND-Chips hoch, und Apple hat sich bereits große Mengen für die Markteinführung des iPhone 7, welche im September 2016 erwartet wird, reserviert.

Den Flash-Markt dominieren sechs Hersteller: Samsung Electronics (Südkorea), Toshiba (Japan), SanDisk (USA), Micron Technology (USA), SK Hynix (Südkorea) und Intel (USA). Samsung ist hierbei Marktführer und hält knapp ein Drittel des Marktes. Zudem sind die Südkoreaner ein sehr wichtiger Lieferant für Apple. Allerdings fertigt das betroffene Werk im chinesischen Xian 3D-NAND-Chips, die von Apple noch nicht eingesetzt werden. Gerüchten zufolge will Apple erst 2017 auf 3D-NAND umsteigen, doch dies bedeutet auch, dass sich der Preiskampf um die verbleibenden 2D-NAND-Chips nochmals verschärfen wird.

Laut Samsung wurden bei dem Stromausfall weniger als 10.000 12-Zoll-Wafer beschädigt, was nur minimale Auswirkungen auf den Markt haben soll. Schlimmer wiegt da der mehrtägige Ausfall der Fertigungsanlagen. Dass derzeit auch bestimmte DRAM-Chips teurer werden, hat indes mit Samsungs Plänen, einige DRAM-Fabriken für die 3D-NAND-Produktion umzurüsten, zu tun. Diesen Plan hatte das Unternehmen aber schon vor dem Stromausfall verkündet.

Autor: mid
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