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AMD Radeon Software Crimson Edition 16.7.2 WHQL veröffentlicht

Grafik | HT4U.net
AMDs Grafiktreiber "Radeon Software Crimson Edition 16.7.2", der zuvor schon als Hotfix angeboten wurde, ist ab sofort in einer WHQL-zertifizierten Fassung verfügbar. Dieser Treiber bringt einen Kompatibilitätsmodus für das Referenzdesign der Radeon RX 480, der einen spezifikationskonformen Stromverbrauch sicherstellt. Zudem wurde Vulkan für DOOM aktiviert – inklusive Async Compute und Shader Intrinsics.

AMD hat das Referenzdesign der Radeon RX 480 mit einem sechspoligen Stromanschluss ausgestattet, so dass diese Grafikkarte maximal 150 Watt – 75 Watt aus dem Stecker plus 75 Watt aus dem PCIe-Steckplatz – verbrauchen darf. Doch wie unsere Testergebnisse gezeigt haben, liegen diese Karten dauerhaft um einige Watt oberhalb der Spezifikation. Der neue Kompatibilitätsmodus, welchen man händisch über den Treiber aktivieren muss, kann dieses Problem beheben, ohne dass man hierdurch allzu viel Leistung verliert. Ab der Version 16.7.2 wird diese Aktivierung beim Zurücksetzen in den Auslieferungszustand wieder rückgängig gemacht, das war bei der Version 16.7.1 noch nicht der Fall gewesen.

Die Neuauflage des Ego-Shooters DOOM beherrscht seit einigen Tagen neben der 3D-Schnittstelle OpenGL auch deren Nachfolger Vulkan. Beide Schnittstellen werden von der Khronos Group entwickelt, doch Vulkan arbeitet im Vergleich zu OpenGL sehr nahe an der Hardware und ermöglicht daher deutlich höhere Frameraten. Hiervon sollen auch schwächere Grafiklösungen profitieren. Die Grafikkarten von AMD nutzen hierbei Async Compute, während diese Funktion bei NVIDIA immer noch nicht zu funktionieren scheint. Async Compute sorgt für eine bessere Auslastung der Grafikprozessoren, indem Compute-Befehle parallel zur Rendering-Pipeline abgearbeitet werden. Hierdurch wird die ursprüngliche Reihenfolge verändert, die Verarbeitung läuft also asynchron. Async Compute wird auch für Physik, Licht und Schatten sowie für die Nachbearbeitung, beispielsweise die Kantenglättung, genutzt.

Die Liste der noch nicht behobenen Fehler bleibt indes unangetastet: Immer noch stürzen einige Spiele ab, wenn "AMD Gaming Evolved" aktiviert ist. Bei Verwendung von DirectX 12 und V-Sync mit einer Radeon Pro Duo kommt es bei "Total War: Warhammer" zuweilen zu einem schwarzen Bildschirm, und bei "DiRT Rally" verursacht die "Advanced Blending Option" unschönes Flackern im Gelände. Das Ändern von Auflösung oder Qualitätsstufe lässt "Dota 2" im Vulkan-Betrieb abstürzen, und "Battlefield 4" macht das Gleiche unter Mantle. "Need for Speed" leidet im Crossfire-Betrieb unter flackernden Lichtern, und "Assassin's Creed Syndicate" stürzt immer wieder mal in den hohen Qualitätsstufen ab. Derweil läuft "Wolfenstein: The Old Blood" auf der neuen Radeon RX 480 recht hakelig und zäh.

Andere Fehler haben nicht direkt mit Spielen zu tun: Durch das Ausschalten von Crossfire wird die Radeon RX 480 versehentlich komplett deaktiviert, so dass ein Neustart erforderlich wird. Für die Radeon Fury X stehen im Crossfire-Betrieb nicht alle Einstellungen zur Auswahl und die Vorgabe für die Framerate in Spielprofilen lässt sich zuweilen nicht aktivieren. Probleme bereitet auch der Radeon WattMan, der sich nach einem gescheiterten Übertaktungsversuch nicht sauber zurücksetzt. Hier muss der Benutzer zur Schaltfläche "Reset" greifen.

Die Radeon Software Crimson Edition 16.7.2 WHQL ist für Windows 7, 8.1 und 10 erhältlich, der Treiber unterstützt GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 bzw. Radeon HD 7700M. Wer eine APU einsetzt, muss weiterhin zur sieben Monate alten Radeon Software Crimson Edition 15.12 WHQL greifen.

Autor: mid
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