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Polaris 11 im Vollausbau auch im Desktop

Deaktivierte Rechenwerke in AMDs Radeon RX 460 lassen sich freischalten

Grafik | HT4U.net
AMDs Radeon RX 460 basiert auf dem Polaris-11-Grafikchip und zielt auf Desktop-Kunden ab. Allerdings hat AMD bei der RX 460 nur 896 Shader-Einheiten der vorhandenen 1.024 Rechenwerke aktiviert. Bislang gibt es lediglich AMDs Profi-Grafikkarten der WX-Familie mit Polaris-11-Chip und vollen 1.024 Shader-Einheiten. Wie sich nun herausstellt, kann man die Einheiten aber offenbar aktivieren.

Overclocking.Guide hat herausgefunden, dass sich die deaktivierten Recheneinheiten in der Radeon RX 460 durch ein BIOS-Update aktivieren lassen. Der Eingriff verstößt natürlich gegen sämtliche Garantie-Ansprüche und AMDs Vorstellung einer RX-460-Grafikkarte. Warum AMD bei der Profikarte Radeon Pro WX den Vollausbau des Polaris 11 präsentiert und beim Desktop-Pendant RX 460 nicht, bleibt allerdings das Geheimnis des Herstellers.

Bislang hat Overclocking.Guide veränderte BIOS-Versionen für die ASUS RX 460 Strix und die Sapphire RX 460 Nitro mit jeweils 4 GByte Hauptspeicher veröffentlicht, deren Anwendung natürlich auf eigene Gefahr erfolgt. Für ein erfolgreiches Gelingen ist natürlich Grundvoraussetzung, dass die 1.024 Recheneinheiten auch vollständig intakt sind und nicht wegen Fehlern seitens AMD deaktiviert worden sind. Vor einem Update sollte man auf jeden Fall das Original-BIOS seiner Grafikkarte sichern.

Die Leistungszunahme hält sich nach aktueller Berichterstattung allerdings in Grenzen. Bis zu zwölf Prozent höhere Performance ließen sich ermitteln, in schlechteren Fällen nur bis zu fünf Prozent. Damit wird die RX 460 allerdings noch immer nicht richtig Full-HD-tauglich und bleibt hinter der Performance einer NVIDIA GeForce GTX 960 oder GeForce GTX 1050 Ti zurück.
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