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Löhne seit Monaten angeblich nicht ausbezahlt

Crytek steckt angeblich erneut in massiven finanziellen Problemen (Update)

Wirtschaft | HT4U.net
Abermals verdichten sich Gerüchte um erneute finanzielle Probleme beim Spiele-Entwickler Crytek. Wieder ist von nicht gezahlten Gehältern der Angestellten die Rede, was teils seit Monaten der Fall sein soll. Bereits 2014 steckte das Studio in einer ähnlichen Krise und konnte sich mittels eines Deals mit Amazon retten.

Schon vor Wochen wurden erste Meldungen laut, dass sich Crytek erneut in einer finanziellen Krise befinden könnte, denn abermals war die Rede von ausbleibenden Lohnzahlungen der Angestellten. Nun gibt es erneut Hinweise, dieses Mal auf die Situation bei dem bulgarischen Crytek-Studio seitens Lets Play Video Games. Nach deren Informationen soll das Spielestudio bereits seit drei Monaten keine Gehälter mehr gezahlt haben und vertröste die Angestellten.

Den Mitarbeitern habe man in Aussicht gestellt, dass ein Kredit aufgenommen werden solle, welcher dann auch die Gehaltszahlungen decken könne. Das scheint bislang aber noch nicht geschehen zu sein. Bestätigungen wollen sich unter anderem von Mitarbeitern, auch aus dem deutschen Raum, im Reddit-Forum finden lassen, was im NeoGAF-Forum dokumentiert wurde. Dort spricht ein Journalist auch davon, dass ein Mitarbeiter ihm die Umstände bestätigt habe.

Als Ursache für eine erneute Schräglage bei Crytek wird die Unternehmenspolitik aufgeführt. Zwar hatte man 2013 und 2014 bereits angekündigt, dass man sich deutlicher in die Richtung Free to Play konzentrieren wollte, was aber en gros nie verwirklicht wurde. Der letzte große Titel der Crytek-Studios war Ryse: Son of Rome, und ist nach drei Jahren natürlich auch schon ein wenig angestaubt. Seitens Crytek gibt es bislang noch keine offizielle Stellungnahme zu den gehäuften Vorwürfen.

Update 13.12.2016
Zu unserer gestrigen Nachricht über Cryteks mögliche Finanzprobleme legt heute Eurogamer noch einmal nach. Danach soll auch die Firmenzentrale in Frankfurt von gleich gelagerten Problemen betroffen sein. Die Mitarbeiter dort hätten seit zwei Monaten kein Gehalt mehr erhalten. Geäußert wird ein weiterer Umstand. So sei man sich bei den Angestellten aktuell nicht sicher, ob Cryteks CEO Cervat Yerli noch im Unternehmen arbeite. Er habe schon seit längerem nicht mehr an Meetings teilgenommen und sei auch nicht gesehen worden.
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