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Übers Ziel hinausgeschoßen

Microsoft entschuldigt sich für penetrantes Vorgehen beim Windows-10-Upgrade

Wirtschaft | HT4U.net
Das Upgrade auf Windows 10 war für eine ganze Weile kostenlos seitens Microsoft angeboten worden – das ist löblich, doch es gab nicht nur Lob für die Handlungen des Konzerns während der Upgradephase. Das sieht inzwischen offenbar auch Microsoft ein und so entschuldigte sich der Marketingchef Chris Capossela in der Öffentlichkeit für dieses Verhalten.

Zur Internetshow Windows Weekly war Microsofts Marketingchef Chris Capossela zu Gast und ließt das Jahr 2016 Revue passieren und ging auch auf Fehler des Konzerns ein. Darunter ging es dann eben auch um zu aggressives Verhalten bei der Verteilung der kostenlosen Upgrades auf Windows 10.

Eigentlich wollte man mit der kostenlosen Upgrade-Möglichkeit die Option bieten, das neue Windows 10 erleben und erfahren zu können, aber man wünschte sich vor allem wegen der Sicherheit den Wechsel zum neuen Betriebssystem. Dabei habe man zwar meist die Balance in der Vorgehensweise gehalten, hier und dort aber auch Grenzen überschritten. Dabei spielte man auch auf den Umstand an, dass Windows 10 als Sicherheitsupdate mehr oder minder zum Zwangsupdate für manche Anwender wurde. Wenn ein aufgepopptes Hinweisfenster vom Anwender geschlossen wurde, hatte man dies schlicht als Zustimmung zur Aktualisierung interpretiert.

Bereits binnen Stunden hätte man durch interne Mechanismen erkannt, was man angerichtet habe und zu weit gegangen sei, dennoch dauerte es bis zu zwei Wochen, bis Microsoft den "Fehler" beseitigte. Das bedauere man und man habe aus dem Vorfall gelernt.

Microsoft erhielt für dieses Vorgehen weltweit Schelte und wurde in einigen Ländern dafür verklagt, in Deutschland mahnte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg das Unternehmen bereits Ende 2015 wegen Zwangsdownloads ab.
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