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Abverkauf gelungen

Microsoft führt keine Lumia-Smartphones mehr in seinem Store (Update)

Mobile | HT4U.net
Microsoft hatte im letzten Jahr angekündigt, keine Smartphones mehr zu bauen. Die Konsequenz lag auf der Hand: Abverkauf der Lagerbestände und ein Ende der nicht lukrativen Sparte für den Hersteller. Doch die Zukunft von Windows 10 Mobile sieht damit nicht unbedingt rosig aus, wenn Microsoft solche Signale aussendet. Nicht mal mehr eine Handvoll Anbieter von Smartphones mit Windows 10 Mobile sind auf dem Markt vertreten.

Im Microsoft-eigenen Online-Store gibt es keine Lumia-Smartphones mehr zu kaufen. Offenbar ist es Microsoft gelungen, seine Lagerbestände abzuverkaufen, und schließt damit ein trauriges Kapitel in der eigenen Geschichte ab. Aktuell kann man bei verschiedenen Elektronikhändlern und Online-Diensten noch Lumias kaufen, allerdings scheint es sich auch dort nur noch um den Abverkauf von Lagerbeständen zu handeln. So führt Amazon beispielsweise die weiße und schwarze Variante des Flaggschiffs Lumia 950 XL derzeit noch im Programm, allerdings mit dem Hinweis, dass jeweils nur noch 15 Stück auf Lager seien. Die Preise liegen aktuell bei rund 314 Euro bzw. 313 Euro. In den Wochen vor Weihnachten 2016 gaben die Preise kurzfristig gar auf rund 290 Euro nach – ein Zeichen für den Abverkaufversuch.

Mit dem Scheiden von Microsoft als Hersteller von Windows-Phone-Lösungen ist der Markt weiter geschrumpft. Aktuell gibt es Smartphones mit Windows 10 Mobile lediglich noch von den Anbietern Acer, Blu und Hewlett-Packard. Da sich Blu aktuell nur auf den Markt der USA konzentriert, gibt es hierzulande also nur noch zwei Anbieter. Der Marktanteil von Windows 10 Mobile auf Smartphones ist inzwischen auf unter ein Prozent geschmolzen, so dass das Betriebssystem zunehmend an Bedeutung verliert und es eine Frage der Zeit ist, wann weitere Anbieter dieser Smartphones abspringen.

Für Microsoft und HP sind die Umstände aber weiterhin nicht ganz einfach, da man Business-Kunden eben über Verträge entsprechenden Support garantiert hat. Aktuell verkauft HP sein Elite X3 hauptsächlich in diese Geschäftskundenmärkte, schlicht weil es dafür entwickelt worden ist. Damit muss Microsoft das Betriebssystem auch weiterhin am Leben erhalten, pflegen und regelmäßig mit Updates versorgen. Das bedeutet die Vorhaltung von Personal und weiterhin Kosten, welche sich über den Absatz möglicherweise kaum rechtfertigen lassen. Eine Zwickmühle.

Update 02. Januar 2017:

Ein kurzer Spuk und schon ist er vorbei? Nach unserer gestrigen Nachricht ereilt uns einen Tag später schon eine Überraschung. Am heutigen Tag führt der Microsoft-Store nun wieder Lumia-Smartphones, wenngleich auch nur die Modelle Lumia 550 und Lumia 640. Die Flaggschiffe Lumia 950 und Lumia 950 XL fehlen weiterhin. Ganz leer scheinen die Lager also doch noch nicht zu sein.
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