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28 Prozent Performance-Steigerung

Google Chrome 56 mit WebGL 2.0, schnellerem Laden von Websites und Bugfixing

Internet | HT4U.net
Google hat seinen Webbrowser Chrome für Windows, Mac OS und Linux auf die Version 56 – genauer gesagt 56.0.2924.76 – aktualisiert. Die neue Version bringt WebGL 2.0, eine Flash-Sperre und eine Warnung vor unverschlüsselten Webseiten mit Anmeldeformular. Darüber hinaus wurden 51 Sicherheitslücken gestopft und die Ladeoptionen bei Webseiten optimiert.

Deutliche Performance-Steigerung beim Laden von Websites

In der aktuell überarbeiteten Browser-Version 56 kommt Chrome mit Optimierungen daher, welche ein höheres Cache-Verhalten bei Websites sowie geringere Validierungsabfragen mit sich bringen. Daraus sollen geringere Latenzzeiten, ein schnelleres Laden von Websites und ein geringerer Stromverbrauch beim Akku resultieren. Das bezieht sich allerdings vorrangig auf den Reload-Prozess von Webseiten. Diese werden damit nicht mehr länger komplett neu geladen. Nun wägt der Browser ab, welche Bereiche aus dem Cache geliefert und welche nachgeladen werden.

Warnung bei unverschlüsselten Websites

Steht in der Adresszeile "Nicht sicher" vor der URL, dann beinhaltet die Webseite ein Anmeldeformular, verwendet aber keine verschlüsselte Datenübertragung (HTTPS). Chrome 56 warnt ab sofort vor solchen Internetangeboten, da Dritte die Zugangsdaten abgreifen und die übertragenen Daten manipulieren können. Auch bei Flash-Inhalten wurden die Daumenschrauben weiter angezogen: Sofern HTML5-Alternativen verfügbar sind, wird Flash ignoriert; die restlichen Flash-Inhalte muss der Benutzer per Klick aktivieren. Nur auf Webseiten, die komplett mit Flash gestaltet wurden, sowie für besonders beliebte Angebote macht Chrome vorläufig noch Ausnahmen. Das 3D-Framework WebGL ist in der Version 2.0 an Bord, dazu gibt es eine experimentelle Unterstützung für WebVR. Unter Mac OS kann Chrome den verlustfreien und quelloffenen Audiocodec FLAC (Free Lossless Audio Codec) verwenden, und WebBluetooth wurde als Schnittstelle für Bluetooth-LE-Geräte integriert.

51 Sicherheitslücken gestopft

21 der 51 Sicherheitslücken wurden von externen Experten gemeldet. Darunter finden sich sieben Schwachstellen, die eine hohe Gefahr darstellen und deren Entdeckung mit einem Finderlohn zwischen 5.500 und 8.837 US-Dollar vergütet wurde. Für vier hochgefährliche Universal-XSS-Bugs in Blink konnte Mariusz Mlynski die beachtliche Summe von 32.337 US-Dollar einstreichen. Gergely Nagy kassierte 5.500 US-Dollar für einen Heap-Überlauf in der JavaScript-Engine V8. Jeweils 3.000 US-Dollar bekamen Khalil Zhani für einen nicht autorisierten Dateizugriff in den Devtools sowie Sean Stanek und Chip Bradford für einen ausufernden Speicherzugriff in WebRTC.

Autor: mid
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