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Beseitigt Fehler bei der Geolokalisierung

Firefox schiebt Update nach: Version 51.0.1

Internet | HT4U.net
Mit dem ersten Update für den erst am Dienstag veröffentlichten Firefox 51.0 beheben Mozillas Entwickler die defekte Geolokalisierung. Darüber hinaus wurden Maßnahmen gegen mögliche Add-on-Probleme im Multi-Thread-Betrieb ergriffen, indem der Eintrag multiProcessCompatible in der Datei install.rdf zwingend ausgewertet wird. Von der Version 51.0 wurde stattdessen die Liste E10SAddonsRollout.jsm priorisiert.

Die Neuerungen der Version 51.0

Der Firefox 51.0 unterstützt WebGL 2 und den verlustfreien und quelloffenen Audiocodec FLAC (Free Lossless Audio Codec). Das Programm warnt vor Webseiten mit Anmeldeformular, falls diese keine verschlüsselte Verbindung nutzen. Die Entwickler versprechen eine flüssigere Darstellung von Videos auf Maschinen, deren Grafiklösung keine Videobeschleunigung bietet. Hiervon soll insbesondere die Vollbildwiedergabe profitieren. Passwörter können jetzt auch für Formulare gespeichert werden, die keine submit-Ereignisse verwenden. Auf Wunsch kann man sich Passwörter vor dem Speichern anzeigen lassen. Sehr praktisch ist auch die Zoomstufe, die rechts in der Adresszeile angezeigt wird, sofern sie nicht bei 100 Prozent liegt. Weiterhin soll der Abgleich von Browser-Daten zuverlässiger funktionieren.

Die Multi-Prozess-Architektur Electrolysis (e10s) wurde weiter optimiert und jetzt auch für die russische Sprachversion aktiviert. Das Update der "Network Security Services" (NSS) auf die Version 3.28.1 behebt ein kleineres Kompatibilitätsproblem mit TLS und aktualisiert die Liste der Root-CA-Zertifikate. Unter Linux wird die quelloffene 2D-Grafikbibliothek Skia für das Rendering der Inhalte genutzt. Die Entwicklung von Skia wird von Google geleitet, weshalb diese Bibliothek auch in Chrome und Android Verwendung findet. Bei den Lokalisierungen sind Georgisch (ka) und Kabylisch (kab) hinzugekommen, die Kabylen sind ein in Algerien beheimateter Berber-Stamm. Entfernt wurde die weißrussische (be) Sprachvariante.

Es wurden auch 24 Sicherheitslücken gestopft, von denen fünf als kritisch und sechs als hochgefährlich gelten. Zehn Fehler bergen ein moderates Risiko, und die übrigen drei sind vergleichsweise harmlos. Zwei Einträge für kritische Sicherheitslücken fassen mehrere Speichermanipulationen, die sich vermutlich zum Einschleusen von Schadcode eignen, zusammen. Auch ein Fehler in Skia, der beim Transformieren von Gradienten auftritt, und der Zugriff auf ein bereits gelöschtes Objekt in XSL lösen Abstürze aus, die ebenfalls als Einfallstor für Schadcode dienen können. Bei der Allokation von JIT-Code lassen sich die Schutzmechanismen ASLR und DEP umgehen, was Speichermanipulationen erleichtert.

Firefox 51.0.1 kann hier bezogen werden.

Autor: mid
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