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DDR4-Preise in letzten 6 Monaten verdoppelt

Hauptspeicher: Die Preise ziehen stetig an

Storage & Speicher | HT4U.net
Die Hersteller von DRAM-Chips hatten ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2016 gedrosselt, und das zeigt Wirkung. Seit Oktober sind die Preise für DRAM-Chips kontinuierlich gestiegen, und insbesondere zum Jahreswechsel sind die Kurse am taiwanischen Spot-Markt noch einmal deutlich angezogen. Binnen fünf Monaten hat sich der Arbeitsspeicher dort um bis zu 57,27 Prozent verteuert.

Dieser Wert gilt für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8, der alleine seit Anfang Januar 2017 einen Aufschlag um 18,75 Prozent verzeichnet und inzwischen für 6,802 US-Dollar gehandelt wird. Die halbe Speicherkapazität – DDR4-2133 4Gb 512Mx8 – kostet derzeit 3,340 US-Dollar. Auch der Kurs dieser Chips ist seit dem Jahreswechsel um 17,94 Prozent und seit Oktober 2016 um 54,13 Prozent gestiegen. Wer noch auf DDR3-1600 setzt, zahlt für 4Gb 512Mx8 inzwischen 3,066 US-Dollar. Seit Anfang Januar sind die DDR3-Chips um 9,77 Prozent teurer geworden, und über die vergangenen fünf Monate haben sie um 47,69 Prozent zugelegt.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips erst noch auf Speichermodulen verarbeitet und danach verschifft werden, dauert es normalerweise einige Wochen, bis sich Preisänderungen an der asiatischen Speicherbörse auch hierzulande bemerkbar machen.

Bild: Hauptspeicher: Die Preise ziehen stetig an
Aber ein Blick auf Preisvergleichssysteme zeigt ebenfalls auf, dass die Maßnahmen der Speicherhersteller Wirkung gezeigt haben. So haben unserere Prüfungen ergeben, dass sich DDR4-Speicher-Preise in den letzten sechs Monaten merklich verändert haben. Lagen beispielsweise 16 GByte Crucial DDR4-2133 vor sechs Monaten noch auf einem Preisniveau von knapp unter 60 Euro, muss man aktuell bereits rund 109 Euro für dasselbe Produkt hinblättern – eine Differenz von 80 Prozent.

16 GByte DDR4-2133-Speicher von Kingston* gab es vor sechs Monaten zu einem Preis von knapp 71 Euro. Die Preise sind nun auf 115 Euro geklettert. Natürlich muss man auch die Kursentwicklung beim US-Dollar berücksichtigen, dennoch erklären diese nicht den massiven Preisanstieg – in diesem Fall um rund 60 Prozent.

Änderungen lassen sich ebenfalls bei DDR3-Speicher erkennen. So lag vor drei Monaten ein 16-GByte-Kit DDR3-1600 von Kingston noch bei unter 70 Euro, aktuell werden hier 81 Euro ausgerufen – ein Zuwachs von knapp 20 Prozent. Bei einem 16-GByte-Kit von Crucial sahen wir gar eine Steigerung in drei Monaten von über 30 Prozent.

Autor: mid / pg
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