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Windows-Patch kommt dennoch

AMD: Ryzen-Leistungsschwäche ist nicht auf Windows zurückzuführen

Prozessoren | HT4U.net
Die letzten Tage gab es viel Spekulationen und Hinweise, dass AMDs Ryzen-Performance-Schwäche in manchen Anwendungen und Spielen ein Windows-Problem sein könnte, und selbst Microsoft räumte ein, dass das möglich sei und dann über ein Update gelöst würde. Nun bezieht AMD selbst noch einmal Stellung und teilt mit, dass diese Gerüchte schlicht falsch seien.

AMD widerspricht nun öffentlich verschiedenen Feststellungen, dass Probleme beim Windows-Scheduler für Performance-Probleme sorgen würden. Man habe sich diese Dinge angesehen, und Windows 10 handhabe das alles korrekt – der Scheduler funktioniere gut. Die bisherigen Rückschlüsse im Web, dass es hier zu Problemen komme, basieren auf Analysen anhand des Tools Coreinfo. Doch diese seien falsch, da erst die erscheinende Version 3.1 AMDs Ryzen korrekt unterstütze. Ebenso gäbe es keine Performance-Differenzen zwischen Windows 7 und Windows 10, auch das habe man geprüft. Dennoch folgt ein Patch für Windows 10 im April.

Dieser kümmert sich jedoch nicht um die bislang dikutierten fehlerhaften Analysen, sondern vielmehr um ein Problem beim "Core-Parking", was auch zur Folge hatte, dass AMD dringend anriet, dass man unter Windows 10 die Engergiesparoptionen von "Ausbalanciert" auf "Höchstleistung" stellen solle. Nur dann sei gewährleistet, dass unter plötzlich auftretender Lastanforderung alle Kerne ohne Zeitverzögerungen reagieren. Windows 7 ist hiervon wohl nicht betroffen, unter Windows 10 ist der Performance-Unterschied in manchen Applikationen mit 1 bis 2 Prozent messbar, fällt aber nicht ins Gewicht, wenn es um die Diskussion der Performance-Schwäche unter manchen Spielen geht.

In diesem Zusammenhang weist AMD noch einmal klar darauf hin, dass Anwendungen oder Spiele, die hier nicht optimal skalieren, schlicht eine Überarbeitung benötigen. Der Aufwand soll dabei meist minimal sein. Überzeugungsarbeit ist also angebracht, und entsprechende Updates seitens der Software-Hersteller. AMD spricht Spiele an, welche sehr gut unter Ryzen 7 agieren, darunter Battlefield 1 und Mafia III. Blicken wir auf unseren Testparcours, so überflügelt man in Mafia III einen Core i7-6900K um rund 5 Prozent, doch liegt hinter demselben Prozessor in Battlefield 13 Prozent zurück.

Wir können uns vorstellen, dass Hersteller von Anwendungssoftware wie beispielsweise Packprogramme solche Optimierungen in künftige Versionen einfließen lassen. Es ist eher schwer vorstellbar, dass die Spielehersteller für ihre bisherigen und auf dem Markt befindlichen Spiele Ressourcen im eigenen Haus bereitstellen, um die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Doch lassen wir uns überraschen.
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