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Zweites finanzielles Standbein muss her

Twitter evaluiert angeblich die Einführung kostenpflichtiger Zusatzdienste

Wirtschaft | HT4U.net
Der Nachrichtendienst Twitter ist zwar beliebt, doch mit Werbung alleine hat das börsennotierte US-Unternehmen bisher nur tiefrote Zahlen eingefahren. Folgerichtig denkt Twitter nun über ein zweites Standbein in Form kostenpflichtiger Zusatzdienste nach.

Laut The Verge hat Twitter damit begonnen, eine diesbezügliche Umfrage an seine Power-User zu verschicken. Darin wird eine erweiterte Version des TweetDeck in Aussicht gestellt, welche man nur gegen Zahlung einer Monatsgebühr verwenden kann. Dieses TweetDeck soll neue und leistungsfähigere Werkzeuge für Vermarkter, Journalisten und andere professionelle Nutzer umfassen.

Dazu gehören Benachrichtigungen über neue Ereignisse und aktuelle Trends, weitreichende Analyse-Tools sowie neue Helfer zum Erstellen und Veröffentlichen eigener Tweets. Es soll zudem möglich sein, mehrere Timelines von unterschiedlichen Benutzerkonten über mehrere Geräte zu verfolgen. Auch normale Nutzer, die lediglich schneller, detaillierter und breiter informiert werden wollen, sollen den Zusatzdienst buchen können. Die Werbeeinblendungen fallen für zahlende Kunden ebenfalls weg.

Noch handelt es sich nur um eine Idee, doch Twitter braucht dringend neue Einnahmequellen. Trotz des Trump-Effekts hatte das Unternehmen im Jahr 2016 einen Nettoverlust in Höhe von 456,873 Millionen US-Dollar erlitten, davon alleine 167,054 Millionen US-Dollar im Abschlussquartal. Twitters Jahresumsatz war zwar um 14 Prozent auf 2,530 Milliarden US-Dollar gestiegen, doch gleichzeitig explodierten die Kosten auf 2,897 Milliarden US-Dollar.

Autor: mid
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