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Preise ab rund 180 Euro für Vierkern-Prozessoren

AMD Ryzen 5 ist da - verdammt interessante Alternative im Massenmarkt

Prozessoren | HT4U.net
Wie versprochen startet AMD am heutigen 11. April 2017 seine Ryzen-5-Prozessoren, welche auf den Massenmarkt abzielen und über das Gesamtpaket aus Kernen, Plattform und Preisen Intel das Leben schwermachen sollen. Die Chancen stehen gut hierfür, starten die Preise für einen Ryzen 5 1400 doch schon bei rund 180 Euro. Passende Mainboards gibt es mit den A320-Chipsätzen bereits ab rund 60 Euro.

Ab heute sind die neuen AMD-CPU-Modelle Ryzen 5 1400 (4 Kerne / 8 Threads), Ryzen 5 1500X (4 Kerne / 8 Threads), Ryzen 5 1600 (6 Kerne / 12 Threads) und das Topmodell Ryzen 5 1600X (6 Kerne / 12 Threads) auf dem Markt verfügbar. Die dafür auserkorene Plattform ist AMDs B350-Chipsatz, welcher günstiger als der X370-Chipsatz zu Werke geht und aus AMDs Sicht für die Ryzen-7-CPUs gedacht ist. Doch sei es drum, alle Ryzen-Prozessoren, ob Ryzen 7 oder Ryzen 5, passen in den neuen AM4-Sockel, damit auch in Mainboards mit X370-, B350- oder A320-Chipsatz. Letzterer ist die günstigste Wahl, Mainboards gibt es hier schon ab rund 60 Euro.

Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis wollte AMD auch zwingend mit diesem Launch in den Vordergrund schieben, weshalb wir erst einmal unseren Testartikel heute nicht präsentieren können. Zur Verfügung stellte man der Presse zum heutigen Tag einen Ryzen 5 1600X und einen Ryzen 5 1500X. Die beiden anderen Prozessoren sollen mit weiteren Hauptplatinen im Laufe der Woche geliefert werden. Der Knackpunkt für uns war allerdings die Umstellung der Agesa-BIOS-Versionen auf den Stand 1004, welcher derzeit den Boards mit B350-Chipsatz vorbehalten war und erst ab dem heutigen Tage nach und nach auch für die X370-Chipsätze folgen soll. Nachdem erste Auswertungen ergaben, dass die Performance-Steigerungen nicht unerheblich sind, und wir unsere erst letzte Woche neu gesammelten Benchmark-Resultate auf X370-Chipsatz damit in die Tonne treten durften, haben wir sämtliche Benchmarks mit den neuen CPUs auf einer neuen B350-Platine mit allen Ryzen-Modellen wiederholen müssen. Hinzu gesellte sich eine Lieferung von AMD am gestrigen Tag, so dass wir weiterhin ausreichend beschäftigt sind.

Die Hoffnung, dass die Mainboard-Hersteller uns frühzeitiger mit einem Update für unsere bislang verwendeten Plattformen ausrüsten würden, starb innerhalb von zwei Tagen, denn aktuell liefert AMD das BIOS-Grundgerüst, auf welchem die Mainboard-Hersteller aufsetzen. Also nach wie vor haben wir es mit viel Entwicklungsarbeit und trägen Mühlen zu tun. Doch im Ergebnis gefallen uns die erblickten Leistungssteigerungen – und die geschnürten Preispakete sind auch nicht ohne. Die Prozessoren der R5-Klasse reichen von 180 bis 280 Euro und zielen auf Intel-Pendants ab, welche teils etwas teurere Plattformen benötigen und keine OC-Möglichkeiten bieten.

Trotz der umfangreichen neuen Tests könnte unser Artikel möglicherweise schon morgen fertig sein. Sollten allerdings abermals neue Prozessoren hier eintreffen, was AMD angekündigt hat, werden wir uns die Zeit nehmen, diese noch mit in die Betrachtungen aufzunehmen.
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