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AGESA 1.0.0.6 wird an Mainboard-Hersteller ausgeliefert

Neues AMD-Update soll Ryzen kompatibler zu schnelleren DDR4-Speichern machen

Prozessoren | HT4U.net
Robert Hallock, AMDs Marketing-Chef für das CPU-Segment, hat ein neues Community-Update veröffentlicht, in welchem es um Ryzen-Prozessoren und Speicherkompatibilität geht. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist die Speicherkompatibilität im Rahmen der AMD-Vorgaben durchaus sehr gut, doch AMD geht es vorrangig um Übertakter-Speicher. Mit den kommenden BIOS-Updates der Hersteller sollen insgesamt 26 neue Speicherparameter im BIOS erscheinen.

AMD hat darüber informiert, dass man in Kürze an die Mainboard-Hersteller die Firmware-Version AGESA 1.0.0.6 ausliefern wird. Diese müssen die neue Version dann an ihre Mainboards anpassen und entsprechende BIOS-Updates zur Verfügung stellen. Laut AMD verbessern die Updates die Speicherkompatibilität zu schnelleren DDR4-Speichermodulen, insbesondere im XMP2-Profil-Betrieb oder bei manueller Herangehensweise. Letzteres wundert aber auch nicht, denn AMD legt insgesamt 26 neue Parameter in den Speichereinstellungen frei. Diese und die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sind selbstverständlich nur etwas für Enthusiasten – die Verbesserungen zu den XMP2-Profilen hingegen nicht und sollten weniger versierten Anwendern helfen, schnelle DDR4-Speicher in Ryzen-Systemen über die Profil-Vorauswahl zum Laufen zu bekommen.

An dieser Stelle muss man allerdings festhalten, dass AMD klar von Overclocking spricht – das heißt: alles auf eigenes Risiko. Oder besser gesagt: Es gibt keine Gewährleistung, dass mit den Updates dann auch jeder DDR4-4000-Speicher in jedem Ryzen-System funktioniert. AMD weicht seine eigenen Speichervorgaben und Beschränkungen des Ryzen-Speicher-Controllers damit nämlich nicht auf. Man möchte sich an diesem Punkt wohl eben nur mehr der Kompatibilität nähern, welche Intel mit seinen Prozessoren über XMP2-Profile ebenfalls bietet. Aber auch Intel gibt keine Gewährleistung, dass die Prozessoren mit schnellerem Speicher arbeiten, als der Hersteller das für den Speicher-Controller freigegeben hat.

Auch die vielen neuen Parameter, welche nun in den manuellen Konfigurationsmenüs erscheinen werden, sind nur eine Komplettierung und Annäherung zu dem, was sich in den BIOS-Optionen von Intel-Mainboards finden lässt. Nur ein Bruchteil der Anwender kann mit diesen Optionen in der Praxis wirklich etwas anfangen.
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