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Insider-Preview-Build 16232 und 15228 für Mobile

Wieder neue Windows-10-Versionen für PC und Mobile

Software | HT4U.net
Seit ein paar Tagen liegen neue Builds von Windows 10 für Insider im Fast Ring bereit. Für PCs gibt es die Build 16232 und für Smartphones die Build 15228, wobei die unterschiedlichen Nummern unterstreichen, dass sich die beiden Entwicklungsstände hinsichtlich OneCore immer noch unterscheiden. Alle wesentlichen Neuerungen drehen sich diesmal um das Thema Sicherheit.

Die Mobile-Build 15228

Kommen wir zunächst zur Mobile-Build 15228, denn diese ist schnell abgehandelt: Benachrichtigungen über eingegangene SMS und Kalender-Einträge werden nun wieder an alle Tracker von Fitbit weitergeleitet, und die Bluetooth-Anbindung für Wearables von Garmin wurde verbessert. Es konnte vorkommen, dass die Kamera während der Vorschau und Aufnahme einen um 30 Prozent erhöhten Stromverbrauch verursachte. Dieser Bug wurde ebenso beseitigt wie ein Wiedergabefehler beim Abspielen von Videos im Querformat und Abstürze bei Verwendung der Foto-App. Auch generell will Microsoft die Stabilität verbessert haben und berichtet von der Korrektur der häufigsten Absturzursachen. Hatte ein Administrator ActiveSyncCSP zum Bereitstellen von E-Mail-Konten auf Geräten mit "Windows 10 Creators Update" verwendet, ohne ein gültiges Passwort bereitzustellen, wurde das E-Mail-Konto von Servern mit einer begrenzten Zahl von Anmeldeversuchen ausgesperrt. Dies soll jetzt nicht mehr vorkommen.

PC-Build 16232: Die Sicherheit

Bei der Insider-Preview-Build 16232 geht es, wie eingangs angekündigt, nur um das Thema Sicherheit. Bei Windows 10 Enterprise sorgt der "Windows Defender Application Guard" (WDAG) dafür, dass Applikationen abgekapselt in sogenannten Sandkisten laufen. Für den Edge-Browser hatte dies bisher den Nachteil, dass Lesezeichen, Cookies und Passwörter am Ende der Sitzung gelöscht wurden. Nun bleiben diese Daten für zukünftige Edge-Sitzungen erhalten (Data Persistence), während der Host auch weiterhin nicht auf sie zugreifen kann. Zur Aktivierung der "Data Persistence" muss eine entsprechende Gruppenrichtlinie erstellt werden, standardmäßig ist diese Option deaktiviert.

Eine weitere Neuerung ist die "Exploit Protection", welche sich im "Windows Defender Security Center" in der Rubrik "App & Browser" befindet. Sie dient als Nachfolger für die optionale Software "Enhanced Mitigation Experience Toolkit" (EMET), welche unter Profis sehr beliebt ist, von normalen Benutzern aber kaum wahrgenommen wird. Microsoft wird EMET zum 31. Juli 2018 einstellen und dessen Funktionalität in Windows integrieren. Momentan kann man das Laden potenziell gefährlicher Bilder und das Ausführen verdächtiger Funktionen unterbinden. Weiterhin ist es möglich, die Speicherverwürfelung (Address Space Layout Randomization, kurz: ASLR) für Bilder zu erzwingen. Diese drei Maßnahmen erschweren es Angreifern, eigenen Code einzuschleusen und diesen gezielt anzuspringen.

Insbesondere gegen Verschlüsselungs- und Löschtrojaner soll die neue Zugriffskontrolle für Ordner helfen. Für geschützte Ordner wird eine Liste mit Apps hinterlegt, welche die darin befindlichen Daten verändern dürfen. Versucht eine andere Software, diese Daten zu verändern, erscheint eine Warnung. Standardmäßig schützt Windows 10 die vier Ordner "Dokumente", "Bilder", "Videos" und "Desktop", weitere Verzeichnisse kann man manuell ergänzen. Es ist allerdings nicht möglich, die von Hause aus geschützten Ordner zu entsperren. Auch Netzwerkfreigaben und zugeordnete Laufwerke werden unterstützt, man kann aber noch keine Umgebungsvariablen oder Platzhalter verwenden.

PC-Build 16232: Fehler

Zuweilen scheitert das Update auf die Insider-Preview-Build 16232 mit dem Fehlercode 0x80070643, bisher kann Microsoft hierfür noch keine Lösung anbieten. Dafür ist es nun nicht mehr notwendig, .NET-Framework 3.5 vor dem Update zu entfernen. Eine Absturzschleife von ctfmon.exe bei Texteingaben im Startmenü und in UWP-Apps wurde beseitigt. Word 2016 stürzt nicht mehr ab, wenn man eine Stifteingabe vornehmen will, und Spiele wie "Mass Effect 3" verkraften nun wieder einen Task-Wechsel. Die Batterieanzeige funktioniert derzeit nicht bei allen Notebooks, und einige UWP-Apps, darunter Twitter, fliegen gleich beim Start ab. Zum Abschluss noch ein genereller Hinweis bezüglich der vorinstallierten Apps: Diese lassen sich vorläufig nicht mehr über den Windows Store aktualisieren, damit alle Tester mit demselben Versionsstand arbeiten.

Autor: mid
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