Nachrichten

Versprochen ist versprochen

NVIDIA-Treiber 384.76 soll DirectX 12 auf GTX-400- und GTX-500-Grafikkarten freischalten

Grafik | HT4U.net
Bereits 2014 hatte NVIDIA davon gesprochen, dass seine derzeit aktuellen Grafikkarten-Modelle DirectX 12 unterstützen werden. Doch die Besitzer von GeForce GTX 400 und GTX 500 warten darauf bis heute. Jetzt scheint es ohne weitere Ankündigung seitens NVIDIAs dann doch so weit zu sein.

Der Grafikkarten-Spezialist NVIDIA hatte in der vergangenen Woche seinen neuen GeForce-Treiber in Version 384.76 veröffentlicht. Der sollte laut Release-Notes vorrangig der Optimierung neuer Spiele dienen und ein paar Bugfixes mit sich bringen. Von tiefergehenden Änderungen war nicht die Rede. Anwender mit älterer NVIDIA-Grafik-Hardware fanden dann allerdings heraus, dass sich hinter dem Treiber doch mehr versteckt. Im Forum von Guru3D wird von plötzlichem DirectX-12-Support bei GeForce-Grafikkarten der Fermi-Architektur berichtet.

Unter die Fermi-Architektur fallen die Grafikkarten-Modelle der GeForce-GTX-400- und -GTX-500-Reihe. So meldeten sich Besitzer von GeForce GTX 570 und GeForce GTX 580 zurück und präsentierten mit dem Treiber gar Benchmarks unter DirectX 12. Ernüchternd: Die Resultate waren langsamer als unter der DirectX-11-API. Es ist aktuell unklar, ob NVIDIA die Funktion absichtlich oder versehentlich freigeschaltet hat. Festhalten muss man derzeit jedoch, dass es anscheinend keine Optimierung für die älteren Grafikkarten gibt, was schlechtere Resultate zutage fördert.

Wir können uns derzeit kaum vorstellen, dass der Hersteller die Modi nun absichtlich freigelegt hat, ohne entsprechende Prüfungen vorzunehmen. Und die Validierung sämtlicher älteren Modelle bei all den neuen Spielen dürfte kaum von NVIDIA gewollt sein.
[]