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WebVR und verbesserte Startzeiten an Bord

Mozilla schickt Firefox 55 mit vielen Detailverbesserungen an den Start

Internet | HT4U.net
Neue Funktionen, bessere Leistung: Für Windows-Nutzer mit den VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift bringt der Firefox 55 WebVR und somit die Eintrittskarte in virtuelle Netzwelten. Unter der Haube wurde die Startzeit erheblich verbessert, sofern dabei viele Tabs geöffnet werden, und auch das Multithreading hat große Fortschritte gemacht. Hier hat der Benutzer zudem mehr Kontrolle erhalten.

In den "Einstellungen" findet sich unter "Allgemein" der neue Unterpunkt "Leistung". Standardmäßig wählt der Firefox die Optionen automatisch, doch man kann manuell nachbessern und die Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte an- oder ausschalten (z. B. für VP9 unter "Windows 10 Anniversary Edition") sowie die Zahl der CPU-Threads, mit denen die Inhalte der Webseiten aufbereitet werden, angeben. Weitere Leistungsvorteile versprechen neue Restriktionen für das Flash-Plugin: Flash-Inhalte werden nicht mehr automatisch geladen, sondern müssen manuell per Klick gestartet werden. Dies spart CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, zugleich verbessert sich die Sicherheit.

Beim Firefox kann man sowohl über die Adresszeile als auch über das Suchfeld eine Suche starten, doch bisher ließ sich nur beim Suchfeld die zu verwendende Suchmaschine auswählen. Dies wurde nun geändert. Suchvorschläge sind jetzt standardmäßig aktiviert, lassen sich aber weiterhin ausschalten. Die Seitenleiste mit Lesezeichen, Chronik und synchronisierten Tabs lässt sich nun auf die rechte Seite des Fensters verschieben, und die Druckvorschau wurde weiter vereinfacht. Unter Mac OS ist es jetzt möglich, eigene Tastaturkürzel für die Menüeinträge des Firefox einzurichten. Neu hinzugekommen ist auch eine weißrussische Sprachversion.

Nur an einige Benutzer wird versuchsweise das integrierte Screenshot-Werkzeug ausgeliefert, mit dem man Bildschirmfotos von ganzen Webseiten oder bestimmten Bereichen erstellen kann. Diese Screenshots werden wahlweise lokal gespeichert oder in die Cloud geladen. Der Stub-Installer für Windows wurde vereinfacht, indem man die erweiterten Installationsoptionen entfernt hat. Wer diese benötigt, muss das komplette Installationspaket herunterladen. Die 64-Bit-Version für Windows benötigt jetzt mindestens 2 GiB Arbeitsspeicher. WebRTC unterstützt nun auch Stereomikrofone, und zur Verbesserung des Datenschutzes wird unsicheren Webseiten der Zugriff auf die Standortdaten untersagt. Bisher ist noch nicht bekannt, ob der Firefox 55 auch Sicherheitslücken schließt, man sollte aber davon ausgehen.

Wichtig: Durch den Firefox 55 werden die Benutzerprofile derart verändert, dass sie nicht mehr zu älteren Programmversionen kompatibel sind! Die Rückkehr zu älteren Programmversionen wurde zwar nie offiziell unterstützt, war in der Regel aber problemlos möglich. Diesmal sieht es anders aus.

Autor: mid
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