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Neuer Treiber auf Krypto-Mining optimiert

AMD: Spezieller Mining-Treiber als Betaversion

Grafik | HT4U.net
Für Benutzer, die ihre Radeon-Grafikkarten nicht zum Spielen, sondern für die Suche nach Blockchains für Kryptowährungen wie Ether verwenden, hat AMD einen speziellen Treiber veröffentlicht. Die "Radeon Software Crimson ReLive Edition Beta for Blockchain Compute" basiert auf der Treiberversion 17.30.1029, während die Ende Juli veröffentlichte Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.2 bereits die Treiberversion 17.30.1041 verwendet.

Laut AMD ist der Blockchain-Compute-Treiber einzig für diese Aufgabe optimiert und wird weder für Spiele noch für andere Anwendungen empfohlen. In der Praxis funktioniert der Treiber natürlich auch mit Spielen, doch AMD will hier aus nachvollziehbaren Gründen keinen Support leisten. Unterstützt werden die Grafikkarten Radeon RX Vega, RX 500 und RX 400, Radeon R9 Fury und R9 Nano, Radeon R9 300, R7 300 und R5 300, Radeon R9 200, R7 200 und R5 200, Radeon HD 8500 bis HD 8900, Radeon HD 7700 bis HD 7900, Radeon Pro Duo sowie Radeon Pro WX 7100, Pro WX 5100 und Pro WX 4100.

Im Benchmark-Test des "Genoil Ethminer" liefert der Blockchain-Compute-Treiber mit einer Radeon HD 7950 3GB im Mittel 22.347.015 Hashes pro Sekunde, während die Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.7.2 auf 22.509.431 Hashes pro Sekunde kommt. Das Ergebnis für den Wert "Inner Mean" verdoppelt sich indes von 7.573.048 auf 14.991.912 Hashes pro Sekunde zugunsten des Blockchain-Treibers. In der Praxis scheint der Blockchain-Compute-Treiber etwas schneller zu sein, doch vier Durchläufe von je sechs Stunden lieferten leider noch kein eindeutiges Ergebnis.

Die Bereitstellung eines speziellen Blockchain-Compute-Treibers ist aus AMDs Sicht sinnvoll, da man sich bei dessen Entwicklung auf einen klaren Schwerpunkt konzentrieren kann. Insbesondere die wachsende Gemeinde der Ether-Schürfer dürfte AMDs Anstrengungen zu schätzen wissen, während bei den Spielern die Frustration steigt. Schnelle Grafikkarten sind am Markt kaum noch zu finden und die Preise entsprechend gesalzen. AMD hatte die Radeon RX Vega 64 zu Preisen ab 499 US-Dollar angekündigt, doch der Handel verlangt mindestens 650 Euro. Dieses Missverhältnis sollte AMD bis zum Jahresende unbedingt in den Griff bekommen.

Autor: mid
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