Nachrichten

Threadripper 1900X mit acht CPU-Kernen als High-End-Einstieg

Dritte AMD-Ryzen-Threadripper-CPU jetzt im Handel

Prozessoren | HT4U.net
Mit der erfolgreichen Vorstellung der Ryzen-Threadripper-Prozessoren in Form des 1950X und 1920X hat AMD das Comeback in den High-End-Desktop-CPU-Markt geschafft. Wie angekündigt, liefert der Hersteller nun das bislang günstigste Modell für die X399-Plattform mit dem Ryzen Threadripper 1900X nach. Der Preis für den "gehobenen" Achtkern-Prozessor liegt bei rund 560 Euro.

Mit dem Ryzen Threadripper 1950X und 1920X hat AMD die bislang schnellsten Desktop-Prozessoren für den High-End-Markt im August 2017 vorgestellt. Während sich die Preise dort im Bereich von rund 800 bis 1.000 Euro für die CPU bewegen, hatte AMD gleichzeitig aber auch die Nachlieferung einer günstigeren Variante versprochen, und zwar in Form des Ryzen Threadripper 1900X. Dieser verfügt statt über 16 CPU-Kerne lediglich über deren 8 und spielt darum in einer etwas anderen Preisregion, welche AMD mit einem Listenpreis von 549 US-Dollar nennt. Das scheint gegenüber dem üblichen Ryzen 7 1800X – ebenfalls acht CPU-Kerne – klar teurer, dafür haben die Threadripper-Modelle aber auch ein paar Pluspunkte auf der Habenseite.

So beträgt einmal die Taktrate des AMD Threadripper 1900X im Basistakt 3,8 GHz auf allen Kernen, was rund 200 MHz mehr darstellt, als jener des 1800X-Prozessors. Im Boost-Takt liegen beide Prozessoren mit 4,0 GHz gleichauf, dafür liegt der maximale XFR-Boost um noch einmal 100 MHz beim 1900X höher. Voraussetzung für Threadripper-CPUs ist eben aber auch der X399-Chipsatz, welcher etwas höher in den Anschaffungskosten beim Mainbaord zubuche schlägt, dafür in Verbindung mit dem Prozessor aber auch klar mehr PCI-Express-Leitungen (64 gegenüber 24 beim 1800X) und zudem ein Vier-Kanal-Speicher-Interface bietet.

Damit rechtfertigt AMD den Preiszuschlag von rund 130 Euro gegenüber dem Ryzen 7 1800X. Die Mehrkosten der Hauptplatine und der Anschaffung zum Speicher (vier Speichermodule für Quad-Channel sollten es dann schon sein) sind dabei aber noch nicht berücksichtigt. Die Preise der Hauptplatinen starten um etwa 300 Euro. Mainboards für Ryzen 7 sind schon für um die 100 Euro – je nach Chipsatz – zu bekommen.
[]