Nachrichten

Optionales Update für mehr Performance

Neuer AMD-Grafikkartentreiber Crimson ReLive Edition 17.10.2 veröffentlicht

Grafik | HT4U.net
AMD hat seinen Grafiktreiber Crimson ReLive Edition auf die Version 17.10.2 aktualisiert. Hierbei handelt es sich um einen "optionalen" Treiber, der Leistungssteigerungen verspricht, während offiziell weiterhin die Version 17.7.2 vom 27. Juli 2017 aktuell bleibt. AMD empfiehlt das Update für das "Windows 10 Fall Creators Update" sowie für das Spiel "Wolfenstein II: The New Colossus", dessen Veröffentlichung für Freitag terminiert ist.

Mehr Leistung, mehr Compute-Optionen

Im Vergleich zur Treiberversion 17.10.1 soll eine "Radeon RX Vega 56 8 GB" bei einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten Leistungsgewinne zwischen 8 und 43 Prozent (Wolfenstein II: The New Colossus: +8 %; Assassin's Creed Origins: +16 %; Destiny 2: +43 %) erzielen, während eine "Radeon RX 580 8 GB" um 4 bis 50 Prozent (Wolfenstein II: The New Colossus: +4 %; Assassin's Creed Origins: +13 %; Destiny 2: +50 %) zulegen kann. Ein neuer Schalter in den "globalen Grafikeinstellungen" ermöglicht den Wechsel zwischen Spielen und Compute-Aufgaben (Radeon RX 500, Radeon RX 400, Radeon R9 390, Radeon R9 380, Radeon R9 290 und Radeon R9 285) wie dem Krypto-Mining. Ist dabei CrossFire aktiviert, kann es allerdings zu Systemhängern kommen. Für digitale Goldsucher gibt es zudem die Möglichkeit, Compute-Berechnungen auf bis zu zwölf Grafikkarten zu verteilen. Unterstützt wird dies für die Modellreihen Radeon RX 500, Radeon RX 400 und Radeon RX Vega unter Windows 10.

Behobene Probleme

In "Playerunknown's Battlegrounds" konnte AMD Darstellungsfehler bei Verwendung der Qualitätsstufe Ultra beheben, und "Hearts of Iron IV" soll nicht mehr abstürzen. Der Eintrag der Radeon-Software bleibt jetzt auch nach einem Update unter "Apps und Features" bestehen, von wo aus man den Treiber wieder deinstallieren kann. Ändert der Benutzer die Spannungen im Radeon WattMan, werden diese zuverlässiger übernommen, und in den Radeon-Einstellungen soll die Liste der erkannten Spiele wieder automatisch gefüllt werden. Externe Grafikkarten auf Basis von AMDs XConnect-Technologie werden nun auch dann wieder erkannt, wenn sie während eines Ruhezustands entfernt und nach dem Aufwachen des Systems erneut angeschlossen werden.

Offene Probleme

Wenn man zwölf Grafikprozessoren mit Compute-Aufgaben belastet, kann es nach einer längeren Laufzeit zu sporadischen Abstürzen kommen. Bei einer Änderung der Fenstergröße kann die Anzeige der Radeon-Einstellungen stottern oder Darstellungsfehler aufweisen. Es gibt nach wie vor Probleme beim Zurücksetzen des Radeon WattMan, und wenn Radeon ReLive auf einer Radeon RX Vega genutzt wird, werden die Taktraten im Anschluss nicht mehr reduziert. Ungelöst bleiben ein regelmäßig auftretender Absturz von "Assassin's Creed Origins" unter Windows 7, Darstellungsfehler bei der HDR-Wiedergabe von "Forza Motorsport 7" und Instabilitäten bei "Overwatch". Letztere lassen sich in den Griff bekommen, indem man Radeon ReLive deaktiviert.

Systemvoraussetzungen

Wie seit der stabilen Version 17.7.2 bei AMD üblich, werden auch diesmal nur Windows 10 und 7 bedient. Die Unterstützung für Windows 8.1 hat AMD endgültig eingestellt. Besitzer von APUs müssen indes mit der Version 17.7.2 vorliebnehmen, da die Crimson ReLive Edition 17.10.2 nur diskrete Grafikchips ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) kennt.

Autor: mid
[]