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Von künftigen CPUs über schlecht verfügbare GPUs bis hin zu Microsoft-Support bei AMD EPYC

Internet | HT4U.net
Der Dezember 2017 zeigt sich bislang mehr oder minder als ein höchst ruhiger Monat in der Hardware-Szene. Neuankündigungen sind überwiegend selten, und es überschlagen sich eher die Schnäppchen-Angebote der Vorweihnachtszeit in verschiedenen Meldungen. Das eine oder andere geschieht aber dennoch. So sprechen mögliche Intel-Präsentationen von Cascade-Lake-X-Prozessoren als High-End-Modelle für Ende 2018. Bei AMD scheint sich leichte Entspannung bei der Verfügbarkeit von Vega-RX-GPUs einzustellen. Microsoft setzt bei Cloud-Servern auf AMD-EPYC-CPUs. Und gar einen ersten Gamer-PC bei Aldi gibt es ebenfalls zu vermelden.

Waren Aldi-Computer bislang meist für die breite Masse zugeschnitten und wenig tauglich für High-End-Spieler, hinterlässt das aktuelle Aldi-Angebot allerdings einen komplett anderen Eindruck. Medion setzt beim auf den Namen Erazer X67015 getauften Komplett-Computer auf einen brandaktuellen Intel Core i7-8700 in Verbindung mit einer NVIDIA GeForce GTX 1070. Auch die restlichen Eckdaten lesen sich recht gut, sodass erste Tests prinzipiell auch ein gutes Zeugnis aussprechen. Allerdings schlägt das neue Aldi-Angebot auch mit stolzen 1.299 Euro zu Buche – das ist also kein typischer Aldi-Preis. Für Laien ohne Ambitionen und Erfahrungen in der Eigenkonstruktion von Computern bleibt es aber ein gutes Angebot.

Intel hat den neuen Konkurrenzdruck seitens AMD und deren Ryzen-Prozessoren wahrgenommen und seine Fahrpläne bereits geändert, inklusive der Preisgestaltung. Für Ende des Jahres 2018 sind nun offensichtlich weitere High-End-Modelle unter dem Codenamen Cascade Lake-X geplant – dem Nachfolger von Skylake-X. Viel Neues lässt sich zu diesem Refresh derzeit allerdings nicht erhaschen. Spekuliert wird weiterhin auf eine Fertigung in 14-nm-Technik und letztlich einen Speicher-Support in Form von 3D-XPoint.

Probleme mit der "Intel Management-Engine" veranlassen offenbar einige Notebook-Hersteller dazu, nun auch Angebote mit deaktivierter Funktion anzubieten, darunter drei von Dell. Die Intel ME geriet wegen möglicher Sicherheitslecks in die Schlagzeilen.

Nachdem AMDs ehemaliger Grafik-Entwickler nach Schelte den Konzern verlassen hatte und final zu Intel gewechselt war, wartet die Szene weiterhin auf Radeon-Vega-RX-Modelle als Eigenkreationen der Partner. Diese gehen nun langsam an den Start. PowerColor konnte als erster Partner von AMD mit passendem Produkt in Form der PowerColor RX Vega 64 Red Devil antreten, ASUS scheint zu folgen. Gab es bislang vage Gerüchte dazu, bis wann man eigene Designs liefern könne, soll es nun angeblich bereits kommende Woche so weit sein, dass ASUS die Eigenkreation der RX Vega 64 anbieten kann. Auch uns gegenüber bestätigte ASUS, dass man gerne und schneller Radeon-RX-Vega-Grafikkarten präsentieren würde, doch die AMD-GPU-Lieferungen ließen dies bislang nicht zu. Damit bedeutet der ASUS-Start nun keinesfalls, dass AMD nun über genügend Stückzahlen verfügt, um die Partner zu bedienen. Insbesondere der Umstand, dass ASUS und PowerColor ihren Startschuss mit der ohnehin schlechter verfügbaren High-End-Version RX 64 abfeuern, lässt Fragen offen. Die Rede war eben davon, dass RX Vega 56 besser verfügbar sei – bislang aber eben nur als Referenz-Umsetzungen und ebenfalls noch nicht zu den von AMD angekündigten Listenpreisen um 400 Euro.

Im CPU-Bereich bleibt es für AMD aber weiterhin gut gestellt. Nicht nur im Desktop-Segment zeigt sich der Hersteller mit Ryzen konkurrenzfähig gegenüber Intel, auch im Serversegment mit EPYC ist AMD aktuell auf Kundenfang. Mehrere große Partner haben ihren Support bislang zugesagt, nun folgt Microsoft mit Azure als erster Cloud-Betreiber, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung von AMD hervorgeht. Dabei handelt es sich um die Microsoft-L-Reihe, welche auf EPYC mit 32 CPU-Kernen in einer Dual-Sockel-Ausführung setzt.
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