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Leistung verdoppeln: Seagate setzt auf zweiten Arm

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Festplatten werden immer größer, aber leider nicht schneller. Zugleich sind SSDs viel schneller, aber leider auch viel teurer. Nun will Seagate einen Ausweg für die traditionellen Magnetscheiben gefunden haben, und der ist ziemlich simpel: Ein zweiter Arm muss her!

Seagate nennt seine Lösung "Multi Actuator Technology" und hält sich damit offen, in Zukunft weitere Arme zu ergänzen. Doch schon mit einem zweiten Arm lassen sich die Schreib- und Lesegeschwindigkeit von Festplatten verdoppeln. Dabei kümmert sich je ein Arm (Kopfträger) um die Hälfte der Platter, wie man die einzelnen Magnetscheiben, die sich im Inneren einer Festplatte stapeln, nennt. Nach außen reagiert eine solche Festplatte demnach wie zwei Festplatten und kann zeitgleich zwei Datenanfragen abarbeiten.

Schon jetzt sind Festplatten mit mehreren Schreib- und Leseköpfen ausgestattet, schließlich müssen Daten von allen Plattern gelesen werden. Doch all diese Magnetköpfe sitzen an einem einzigen Kopfträger, so dass sich alle Köpfe immer an der gleichen Position befinden. Somit müssen alle Datenanfragen nacheinander abgearbeitet werden. Seagates "Multi Actuator Technology" ist nun ein erster Schritt in Richtung Parallelisierung und soll zunächst in großen Rechenzentren zum Einsatz kommen, wo Cloud-Dienste nach mehr und mehr Speicherplatz verlangen.

Laut Seagate befindet sich die "Multi Actuator Technology" derzeit noch in der Entwicklung, doch erste Produkte dürfe man "in der nahen Zukunft" erwarten. Einen genaueren Zeitrahmen oder gar ein konkretes Datum nennt der Festplattenhersteller nicht. Während die "Multi Actuator Technology" für Rechenzentren attraktiv zu sein scheint, empfiehlt sich für den Hausgebrauch eher die Kombination einer schnellen System-SSD mit einer großen Datenfestplatte. Diese Ausstattung findet sich auch schon bei zahlreichen Notebooks.

Autor: mid
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