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AMD versprüht Selbstsicherheit

Tech-Day-Details zu AMD Ryzen 2000, verbesserte Fertigung und Abwärtskompatibilität

Prozessoren | HT4U.net
Zum Start der CES 2018 hat AMD seinen Tech Day abgehalten und interessante Details zu kommenden Neuerungen verraten. Dabei ist die Rede von verbesserter Fertigungstechnik, welche die Performance-Lücke zu Intel letztlich schließen werde, aber auch von Abwärtskompatibilität der neuen Ryzen-2000-Prozessoren zu bisherigen Ryzen-Hauptplatinen – letzteres gehört nicht unbedingt zu den Stärken des Mitbewerbers Intel.

AMD blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und sieht weitere Erfolge für dieses und das kommende Jahr vor sich. Auf der CES 2018 wird AMD mit den Neuvorstellungen beginnen, und alle sollen im Prozessorbereich dann bereits auf Ryzen 2000 lauten, darunter auch die für den 12. Februar angekündigten Raven-Ridge-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit für Desktop-PCs.

Performance-Lücke zu Intel wird über die Fertigungstechnik geschlossen

Aktuell muss sich AMD in der reinen CPU-Geschwindigkeit im Nachteil gegenüber dem Mitbewerber Intel sehen, der mit seinen Coffee-Lake-Modellen die Latte noch einmal etwas höher gelegt hatte. AMD erklärt allerdings, dass die Performance-Lücke bis zum nächsten Jahr geschlossen werde. Den ersten Schritt hierzu macht die 12-nm-Fertigung der neuen Ryzen-2000-CPUs, welche im April 2018 an den Start gehen werden. Durch die verbesserte Fertigung sieht man ein Leistungsplus von etwa 10 Prozent. Darüber hinaus geht man von höheren Taktraten und nicht näher kommunizierten Verbesserungen beim Speicher-Controller und dem Cache aus, welche die Lücke zu Intel weiter schließen sollen. 2019 rechnet man dann auf Seiten Intel endlich mit Modellen in 10-nm-Fertigung statt der bisherigen 14-nm-Plus-Technik. Dem wird man dann aber mit der eigenen 7-nm-Fertigung antworten, auf welcher die für 2019 angekündigten Zen-2-Modelle (Ryzen 3000) basieren werden.

Und Zen 2 sei bereits fertig – die Arbeiten seien abgeschlossen und man gehe nun in die Testphase. Zen 2 sei gegenüber den Ryzen-2000-Prozessoren deutlicher überarbeitet worden. So gäbe Änderungen bei der Fließkommaeinheit oder auch der Sprungvorhersage, was die IPC-Leistungen weiter verbessere. In diesem Zusammenhang gab es bezüglich der allgemeinen Thematik um den Meltdown-Bug keine Aussagen.

Neue Chipsätze für Ryzen 2000, aber dennoch Abwärtskompatibilität

AMD hat für Ryzen-2000-Prozessoren in 12-nm-Fertigung ab April 2018 auch neue Chipsätze der X400-Reihe angekündigt. Diese sollen für die zweite Generation der Ryzen-CPUs optimiert sein und einen geringeren Stromverbrauch bieten. Darüber hinaus werden die Neuerungen aber eher geringer ausfallen.

Die wichtige Information für bisherige Ryzen-Besitzer ist allerdings, dass Ryzen 2000 auch in bisherigen Mainboards mit 300er-Chipsatz betrieben werden kann! Voraussetzung sei natürlich ein BIOS-Update, ohne welches die Systeme die neuen CPUs nicht erkennen würden.

Ryzen Threadripper 2 kommt im Sommer 2018

AMD hält auch an den Threadripper-Modellen fest, welche man erst für den Sommer 2018 plant. Die verbesserten Merkmale von Ryzen 2000, wie Überarbeitungen am Speicher-Controller, damit verbundenen höheren Speichertaktraten oder auch besserem Caching-Verhalten, weniger Leistungsaufnahme bei höheren Taktraten oder verbessertem Boost-Verhalten, werden natürlich auch den neuen Threadrippern mit in die Wiege gelegt werden.

Tiefergehende Details oder Hinweise zu den dortigen neuen Chipsätzen oder Abwärtskompatibilität gab AMD allerdings nicht bekannt. Bei zuletzt genanntem Punkt gehen wir allerdings davon aus, dass AMD auch hier eine Funktionalität über BIOS-Updates in bisherigen Threadripper-Mainboards bieten wird.
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