Nachrichten

Sicherheit vor Systemstabilität

Reboot-Probleme bei Intel-Systemen nach Sicherheits-Updates für Meltdown und Spectre

Prozessoren | HT4U.net
Intel hat an die Mainboard-Hersteller inzwischen einige Microcode-Updates ausgeliefert, welche die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre schließen sollen. Die Microcode-Updates werden seitens der Mainboard-Hersteller als BIOS-Updates an die Kunden ausgeliefert und eingespielt. Nun stellen sich Probleme mit Systeminstabilitäten ein. Plötzliche, unerklärbare Reboots mancher PCs und Laptops sind die Folge.

Bei den ersten Rückmeldungen zu Reboot-Problemen war noch die Rede davon, dass ältere CPU-Generationen wie Haswell oder Broadwell betroffen seien. Die Foren berichten aber auch von Sandy Bridge oder Ivy Bridge, somit die Generationen zwei bis fünf der Intel-Core-Prozessoren. Nun räumt Intel allerdings in einer Meldung ein, dass auch die Prozessoren der sechsten und siebten Generation, damit Skylake und Kaby Lake, betroffen sind. Aktuell sei Intel damit beschäftigt die Fehlerursache einzugrenzen. Im Laufe der kommenden Woche soll es Beta-Updates für die Mainboard-Hersteller geben – nach dem Update ist also vor dem Update.

Zurückziehen will Intel die Updates aber nicht und empfiehlt, diese einzuspielen, da Sicherheit vor Stabilität gehe. Die Arbeiten gehen unterdessen weiter – insgesamt für 90 Prozent der Prozessoren der letzten fünf Jahre hat Intel angeblich schon Microcode-Updates zur Verfügung gestellt.

Zudem gehen aber auch Aufklärungsmaßnahmen aus der Meldung hervor. Demnach hat Intel für Rechenzentren Messungen angestellt, welche aufzeigen, dass insbesondere bei Storage-Zugriffen die Leistungseinbußen durchaus beachtlich sind. Bis zu 25 Prozent Performance-Verluste können je nach Szenario eintreten.


[]