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Radeon Software Adrenalin Edition 18.2.3

Neuer AMD-Grafiktreiber soll bis zu 39 % mehr Leistung bringen

Grafik | HT4U.net
AMD hat den optionalen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin Edition 18.2.3 veröffentlicht, der zweistellige Leistungssteigerungen für die Spiele "Sea of Thieves" und "Final Fantasy XII: The Zodiac Age" verspricht. Ebenfalls unterstützt wird die Steampunk-Echtzeitstrategie "Brass Tactics", und um einige Fehler haben sich AMDs Entwickler auch gekümmert.

Bis zu 39 Prozent mehr Leistung

Besitzer einer Radeon RX 580 (8 GiB) dürfen sich bei "Sea of Thieves" (1.920 x 1.080 Pixel) über 39 Prozent mehr Leistung freuen, und "Final Fantasy XII: The Zodiac Age" (2.560 x 1.440 Pixel) läuft auf dieser Grafikkarte um bis zu 20 Prozent schneller. Auch die Radeon RX Vega 64 (8 GiB) kann bei "Sea of Thieves" (3.840 x 2.160 Pixel) zulegen, allerdings "nur" um 29 Prozent. Für "Final Fantasy XII: The Zodiac Age" (2.560 x 1.440 Pixel) führt AMD die Radeon RX Vega 56 (8 GiB) als zweite Grafikkarte auf und nennt einen Leistungsvorteil von maximal 13 Prozent.

Behobene Fehler

Die ungewollte Aktivierung von FreeSync bei der Videowiedergabe über Chrome, welche zu einem Flackern führt, wurde behoben. AMD hat sich auch um ein Stottern durch den schnellen Wechsel zwischen minimaler und maximaler Bildwiederholrate bei bildschirmfüllenden Spielen auf Systemen mit mehreren Monitoren gekümmert. FreeSync-Bildschirme flackern nicht mehr, wenn das Leistungsdaten-Overlay zusammen mit Enhanced Sync genutzt wird. Ein schwaches Flackern des Radeon-Overlays im Zusammenspiel mit Vulkan-Spielen wurde ebenso abgestellt wie eine geringfügige Audioverzerrung bei Radeon ReLive. "For Honor" und "Mittelerde: Schatten des Krieges" (UWA) lassen sich wieder zuverlässig starten, und bei "Fortnite" wurden Grafikfehler rund um Nebel und Blitze korrigiert.

Offene Fehler

Andere Probleme warten noch auf ihre Lösung: "Destiny 2" bleibt auf einigen Modellen der GCN-1.0-Generation in der Mission "Heist" hängen, und FFmpeg gibt zuweilen beschädigte H.264-Videostreams aus. Bei einigen Spielen scheitert das Aktivieren von Radeon Overlay zuweilen, und beim Zurücksetzen der Radeon-Einstellungen wird das standardmäßige Tastaturkürzel nicht wiederhergestellt. Werden zwölf GPUs über längere Zeit mit Compute-Aufgaben belastet (also beim Mining), kann es zu Systemhängern kommen. Bleibt noch ein Darstellungsfehler in "World of Final Fantasy", wo die Texturen der Wasseroberflächen manchmal fehlen.

Unterstützte Hard- und Software

Die optionale Radeon Software Adrenalin Edition 18.2.3 richtet sich an alle Nutzer mit diskreten GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil). Seine APUs spart AMD, wie bei den meisten als "optional" gekennzeichneten Treibern, auch diesmal aus. Als Betriebssysteme werden Windows 10 und 7 unterstützt, wobei es für die Modelle der RX-Serie lediglich 64-Bit-Treiber gibt. Offiziell empfohlen wird weiterhin die Mitte Dezember 2017 veröffentlichte Radeon Software Adrenalin Edition 17.12.1, welche auch die APUs abdeckt.

Und was ist mit "Raven Ridge"?

Für seine neuen Desktop-APUs Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G bietet AMD eine spezielle Radeon Software für Ryzen-Desktop Prozessoren mit Radeon-Vega-Grafik an, welche die Versionsnummer 17.40.3701 trägt. Und das überrascht, denn diese Nummer entspricht noch der Entwicklungsschiene der Radeon Software Crimson ReLive Edition 17.11.2 (Version 17.40.2511) und nicht der aktuellen Radeon Software Adrenalin Edition (17.12.1 = Version 17.50.02; 18.2.3 = Version 17.50.25.01). Den Raven-Ridge-Treiber gibt es ausschließlich für Windows 10 64 Bit.

Autor: mid
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