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Computex 2018

AMD kündigt 7-nm-Fertigung für Vega-Grafik und EPYC-Prozessoren an

Prozessoren | HT4U.net
Während die aktuellen Zen+-Kerne mit Strukturgrößen von 12 nm gefertigt werden, soll die für 2019 erwartete Zen2-Architektur den Wechsel auf 7 nm bringen. Wie AMD auf der Computex in Taiwan mitteilte, wird Zen2 seine Premiere in den Server-CPUs der nächsten EPYC-Generation (Codename: Rome) feiern. Erste Muster testet der Hersteller derzeit intern, im zweiten Halbjahr sollen dann auch AMDs Partner bemustert werden. Die aktuellen EPYC-CPUs basieren übrigens noch auf der ersten Zen-Generation, welche Strukturgrößen von 14 nm aufweist.

Gleiches gilt für die aktuellen Grafikchips auf Basis der Vega-Architektur, doch auch hier steht die 7-nm-Fertigung schon in den Startlöchern. Auf der Computex präsentierte AMD erstmals eine Grafikkarte mit 7-nm-Vega-GPU und 32 GiB HBM2-Speicher der breiten Öffentlichkeit und kündigte deren Auslieferung für das zweite Halbjahr 2018 an. Leider geht es bei dieser Grafiklösung aber nicht um Spiele, sondern um die Baureihe "Radeon Instinct", welche auf maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz und den Einsatz in Rechenzentren zugeschnitten ist.

Ähnlich war AMD bei der Einführung der ersten Vega-Generation vorgegangen, deren Spielleistung letztlich enttäuschte. Daher wird Vega 7 nm ausschließlich professionellen Anwendungen vorbehalten bleiben. Um die Gamer-Gemeinde nicht komplett zu enttäuschen, stellte AMD-Chefin Lisa Su auch Gaming-GPUs auf 7-nm-Basis in Aussicht. Dabei geht es aber nicht um Vega, sondern um Navi. Mit einer neuen Generation von Gaming-GPUs dürfte somit erst 2019 zu rechnen sein. Ob AMD die Wartezeit mit überarbeiteten Modellen aus seinem 14-nm-Vega-Sortiment überbrücken wird, ist derzeit noch unklar.

Autor: mid
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