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Computex 2018

AMD kündigt Ryzen Threadripper 2 mit 32 Kernen und Zen+-Fertigung an

Prozessoren | HT4U.net
Für anspruchsvolle Nutzer hat AMD die CPU-Baureihe "Ryzen Threadripper" im Programm. Deren aktuelles Flaggschiff Ryzen Threadripper 1950X umfasst 16 Zen-Kerne der ersten Generation, die 32 Threads zeitgleich bearbeiten können. Im dritten Quartal 2018 will AMD mit der zweiten Threadripper-Generation nachlegen: Mit 32 Kernen und 64 Threads!

AMD hat den Ryzen Threadripper 2 auf der Computex in Taiwan präsentiert und im Rahmen der Vorführung auch einige Eckwerte genannt. Wie erwartet, wird der Ryzen Threadripper 2 im 12-nm-Prozess gefertigt und verwendet, wie schon die neuen Desktop-Modelle der Ryzen-2-Familie, die verbesserten Zen+-Kerne. Zen+ ermöglicht höhere Taktraten sowie eine bessere Ausnutzung der Turbostufen. Darüber hinaus wurden die Latenzen bei Cache- und Speicherzugriffen verkürzt, was insbesondere für Spiele von Vorteil ist. Während beim Ryzen Threadripper 1950X zwei Achtkern-Dies unter dem CPU-Deckel sitzen, werden es beim Nachfolger bis zu vier Achtkern-Dies sein. Dennoch hält AMD am Sockel TR4 fest und verspricht sogar Kompatibilität zu den aktuellen Hauptplatinen – ein UEFI-Update soll ausreichen.

Knackpunkt Verlustleistung!

AMD hat den Ryzen Threadripper 1950X mit einer TDP von 180 Watt spezifiziert. Wenn aktuelle Mainboards kompatibel sind, muss sich die Abwärme des Ryzen Threadripper 2 ebenfalls in diesem Bereich bewegen. Dies ist aber nicht der Fall, denn AMD hat gegenüber Heise erklärt, dass bis zu 250 Watt Verlustleistung zu erwarten seien.

Bis zu 32 Kerne und 64 Threads bedeuten eine Verdopplung der Recheneinheiten, wobei auch die Kerne selbst überarbeitet wurden: Die neue Generation Zen+ ermöglicht höhere Taktraten sowie eine bessere Ausnutzung der Turbostufen. Darüber hinaus wurden die Latenzen bei Cache- und Speicherzugriffen verkürzt, was insbesondere für Spiele von Vorteil ist. Der Ryzen Threadripper 2 wird im 12-nm-Prozess gefertigt, während die aktuellen Modelle noch mit Strukturgrößen von 14 nm vom Band laufen.

Als Drop-in-Replacement, also für einen 1-zu-1-Austausch, taugt der Ryzen Threadripper 2 leider nicht. AMD setzt zwar weiterhin auf den Sockel TR4 und den Chipsatz X399, doch sowohl die Hauptplatine als auch der CPU-Kühler müssen auf eine TDP von 250 Watt ausgelegt sein – und das sind immerhin 70 Watt mehr als bei CPUs der ersten Generation. Die Hersteller müssen somit nicht nur neue UEFI-Versionen erstellen, sondern auch ihre Mainboards für die gestiegene Abwärme freigeben.

Autor: mid
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