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Kostenlose Software für den PC

Software | HT4U.net
Was waren das für Zeiten, in denen einfach ein PC oder Laptop gekauft wurde, der bereits über alle wichtigen Programme verfügte. Mit den neuen Computergenerationen ist diese Handhabung vorbei, denn viele PC-eigene Programme sind nur in Demoversionen oder einer abgespeckten Variante installiert. Glücklicherweise haben sich Softwarehersteller daran angepasst, sodass es viele wunderbare kostenlose Lösungen gibt, die nichts vermissen lassen. Etliche Softwarelösungen sind beinahe schon der inoffizielle Standard. Das liegt mitunter daran, dass sie nicht unbedingt an Betriebssysteme gekoppelt sind – oder aber problemlos für alle Systeme verfügbar sind. Dieser Artikel stellt einige der bekannten Softwarelösungen vor.

VLC Media Player

Nicht zu Unrecht wird der Player als Alleskönner bezeichnet. Er ist die ideale Alternative zum Betriebssystem-eigenen Mediaplayer und löst die Probleme, die Nutzer sonst immer wieder beklagen. Denn gerade der Player von Windows springt gern Kapriolen und erkennt etliche Dateiformate gar nicht an. Nicht so der VLC Media Player:
  • Formate

    – Ob Video oder Audio, der VLC macht, was Nutzer erwarten. Er kommt mit DVDs zurecht, spielt Video-CDs sowie FLV-, MOV- und DivX-Dateien. Natürlich sind auch MP3s keine Hürde.
  • Streaming

    Wer Videos herunterlädt, kann während des Ladevorgangs schon schauen. Der Player kommt problemlos mit DivX- und MPEG-Streaming zurecht.
  • Alben aufhübschen

    Über den Player kann direkt nach Albumcovern gesucht werden, wenn sie anders nicht vorhanden waren.
  • Zu leise?

    Wer kennt es nicht, dass gerade englische Tonspuren viel zu leise sind? Der Player erlaubt es, die Tonspur deutlich auf bis zu 200 Prozent zu verstärken.

Selbstverständlich ist der Player auch für Mac OS und Linux verfügbar. Nutzer können sich über eine sehr gängige und einfache Bedienung freuen, die keine Fragen offen lässt. Allerdings sollten sich gerade diejenigen, die beim Programmdesign auf die Moderne setzen, nicht abschrecken lassen. Die Oberfläche ist ein wenig altmodisch bzw. retro.

CCleaner

Jede PC-Benutzung hinterlässt Rückstände. Sie legen sich einem Grauschleier gleich auf der Festplatte ab und führen irgendwann dazu, dass alles länger dauert. Diese temporären Dateien, Dateileichen oder Internetspuren lassen sich händisch löschen, aber nur für diejenigen, die sich in der Registry zu Hause fühlen und sich auskennen. Für Nutzer, die nicht wirklich wissen, wie sie überhaupt ins Innere des Dateienchaos vordringen, gibt es aber glücklicherweise eine Hilfe: den CCleaner. Er ist praktisch ein Putzteufel auf Knopfdruck und erklärt unbedarften Anwendern direkt noch, was er überhaupt macht und um welche Bereiche und Dateien es sich handelt:
  • Mehrere Versionen

    Vom CCleaner gibt es mehrere Versionen. Einsteigern und privaten Anwendern genügt in der Regel die kostenlose Variante.
  • Nutzung

    Wird der CCleaner gestartet, generiert er eine Liste all der Programme, die immer mal wieder gesäubert werden müssen. Die Software unterteilt die Programme in systemzugehörig und extern.
  • Internet

    Das Programm reinigt auch den Webverlauf, Cookies und die Downloads.
  • Konfigurierbar

    – Nutzer können stets selbst entscheiden, ob sie einen Bereich oder ein Programm gereinigt haben wollen oder nicht. Wer beispielsweise die Autovervollständigung im Browser nicht missen möchte, nimmt den Haken aus dem entsprechenden Feld heraus.
  • Registry

    Auch hier können einzelne Bereiche wieder ausgenommen werden, zudem ist eine Scanfunktion für Fehler vorhanden. Da der Nutzen einer Registry-Säuberung fraglich ist, das Risiko, sich das System zu zerschießen, aber immens, raten wir von der Nutzung dieser Funktion ab!
  • Systemstart

    Ist die Kaffeetasse längst leer, wenn der PC vollständig hochgefahren ist? Auch hierbei hilft der CCleaner, da sich über ihn der Systemstart optimieren lässt. Sehr gut: Das Programm zeigt genau an, welche Programme zum Start benötigt werden und welche nicht. Es ist also praktisch nicht möglich, versehentlich ein wichtiges Programm herauszunehmen.

Beim CCleaner handelt es sich in der Basisversion um ein kostenfreies Produkt, welches aber Zusatz-Software mitinstalliert. Hierunter fällt beispielsweise Google Chrome. Bei der Installation kann der Haken herausgenommen werden, ohne dass sich der Programmumfang einschränkt.

Weitere kostenfreie Programme

Es gibt noch weitere Software, die längst zum inoffiziellen Standard geworden ist. Einige Beispiele:

LibreOffice

Der Ersatz für die Microsoft-eigenen Office-Produkte, die nur noch in der Demoversion, abgespeckt oder als Online-Version erhältlich sind. Das Paket lässt sich bereits beim Herunterladen zusammenstellen. Grundsätzlich stehen Alternativen für Excel, Word, Paint, Präsentationen, Datenbanken und Formel-Editoren zur Verfügung. Auch dieses Programm ist kostenfrei und für alle Betriebssysteme erhältlich. Aus den einzelnen Programmen heraus lassen sich auch mühelos PDF erstellen. Wer fürs Studium oder beruflich eine 100%ige DOC(X)-Kompatiblität benötigt, wird jedoch kaum um die offiziellen Microsoft-Office-Produkte herumkommen.

Virenschutz

Auch hier gibt es diverse kostenfreie Möglichkeiten. Es muss aber darauf geachtet werden, dass sich die Programme täglich aktualisieren, damit Schutz vorhanden ist. Und da es bei den freien Virenscannern immer wieder mal leichte Änderungen gibt, wollen wir uns zu einer prinzipiellen Empfehlung an dieser Stelle nicht hinreißen lassen. Man muss sich natürlich im Klaren darüber sein, dass es durchaus Unterschiede zwischen den kostenpflichtigen Topversionen wie Bitdefender*, Kaspersky* oder Norton Antivirus* und den freien Lösungen seitens Microsoft, Avast, Avira und Co gibt. Und die sehen wir an dem Punkt weniger beim Komfort in der Benutzung, als vielmehr in der raschen Erkennung neuer Viren und täglichen Updates der Virenlisten. Der Windows-eigene Defender bietet allerdings inzwischen eine mehr als ausreichende Schutzqualität samt guten Erkennungsraten und gilt im Vergleich zu Drittanbieter-Scannern als relativ unproblematisch sowie wenig System-invasiv.

Calibre

Wer E-Books verwalten möchte, nutzt Calibre. Das Programm kann nicht nur sämtliche Formate in MOBI oder EPUB verwandeln, sondern dient auch als Reader auf dem PC. Zugleich kann es als Backup genutzt werden, damit Bücher nicht verloren gehen, wenn der Reader einen Defekt aufweist.

Thunderbird

Wem der typische Mailclient des Computers nicht zusagt, der findet mit Thunderbird eine gute Alternative. Es lassen sich Kalender einbinden und verschiedene Postfächer synchronisieren.

Malwarebytes

Sinnvoll als unterstützendes Suchwerkzeug neben dem Virenscanner. Hat sich jedoch einmal eine Schadsoftware eingenistet, sollte man sicherheitshalber das System komplett neu aufsetzen. Man weiß schließlich nicht, was die Malware im Hintergrund schon alles getrieben hat.

Wer sich ein wenig umschaut, findet garantiert eine komplette PC-Programmaustattung, ohne einen Cent auszugeben. Wichtig ist bei den Softwares nur die Herkunft, bzw. dass die Programme von einem sicheren Server geladen werden. Zudem gibt es oftmals sich sehr stark ähnelnde Software, sodass Nutzer testen müssen, welche ihnen selbst besonders liegt.

Fazit: Der neue Standard



Die kostenlosen Programme für Computer sind oftmals das Maß aller Dinge. Es muss nicht immer ein Microsoft Office sein, wenn ein LibreOffice oder Open Office die gleichen Bedürfnisse kostenlos erfüllt. Es braucht nicht zwingend ein teures Adobe-Grafikprogramm, wenn Blender möglicherweise die Bedürfnisse kostenlos umsetzen kann. Die Hersteller haben oft den gravierenden Vorteil, dass sie wesentlich besser auf Nutzerwünsche eingehen können – und noch klein genug sind, um die Wünsche auch zu berücksichtigen. Von der Qualität können die Softwarelösungen in den meisten Fällen auch mit den Größen mithalten. Nutzer sollten einfach nur darauf achten, wahlweise direkt von den Herstellerseiten herunterzuladen oder aber eine andere sichere Download-Seite zu wählen. In diesem Fall kommen auch keine ungewünschten Mitbringsel auf den Computer.

Autor: Dana
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