Nachrichten

Turing-Chips angeblich in drei Qualitätslevels eingruppiert

NVIDIA-RTX-20-Grafikkartenreihe startet morgen - Mid-Range- und Entry-Markt erst 2019

Grafik | HT4U.net
NVIDIAs neue GeForce-RTX-Reihe bestimmt seit Wochen die Schlagzeilen in der Grafikkartenszene. Morgen ist es nun final so weit, dass die Presse auch eigene Benchmarks zu den kommenden Modellen GeForce RTX 2080 und RTX 2080 Ti zeigen dürfen. Danach erfolgt der Verkaufsstart bei der RTX 2070 angeblich erst Ende Oktober 2018. Nun gibt es weitere Informationen, welche von der Weiterführung der GTX-1000-Reihe sprechen, aber auch von unterschiedlichen Qualitätsstufen der neuen Turing-Chips.

Bereits im August 2018 lieferte NVIDIA die ersten offiziellen Informationen zu den kommenden GeForce-RTX-Modellen, inklusive der recht happigen Preisgestaltung. Wenige Tage später lieferte man dann Informationen zur Performance anhand eigener Benchmarks und stuft die Modelle mit einer 50 Prozent höheren Performance gegenüber ihren unmittelbaren Vorgängern ein. Inzwischen gibt es erste Details aus dem "NVIDIA Reviewer's Guide", nach welchem sich im Mittel 43 Prozent Vorteile ergeben. Klarheit schafft erst der morgige Tag, denn im Web aufgetauchte Benchmarks mit anderen Titeln sehen teils nur Vorteile in Höhe von 32 Prozent.

Die hohe Preisgestaltung hat ihre Gründe
Die Preise für die neuen Grafikkarten starten bei 499 US-Dollar mit dem Modell GeForce RTX 2070 und enden bei bis zu 1.200 US-Dollar für die GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition. Während NVIDIA über inzwischen erlaubte Technik-Artikel die deutlichen Architekturänderungen ins Feld führt, oder eben Raytracing-Vorteile und den allgemeinen Performance-Vorsprung, erfährt man nun, was Insider bereits im Vorfeld vermuteten: die neue RTX-Reihe wird zur bestehenden GTX-Reihe eingeführt und letztere nicht vor dem Jahr 2019 abgelöst. Somit bleibt die GeForce-GTX-1000-Reihe uns wohl noch eine Weile erhalten, und NVIDIA wird den Zeitpunkt abwarten, bis man Mainstream-Karten wie eine GeForce RTX 2060 oder RTX 2050 anbieten kann und/oder will, und dabei vermutlich genau den Abverkauf der Lagerbestände beobachten. Durch die hohe Preisgestaltung kommen die beiden Grafikserien sich nicht in die Quere.

Qualitätsunterschiede in den Chips: NVIDIA verdient jetzt beim Overclocking mit
Seitens THG kommt die Information, dass NVIDIA seine Turing-Chips aktuell in drei Qualitätsstufen einordne. Dazu gesellen sich Details, dass NVIDIA auch GPUs an die Hersteller verkaufe, bei welchen Werksübertaktungen nicht erlaubt seien – vermutlich die niedrigste Qualitätsstufe. Darüber hinaus gäbe es dann zwei weitere Stufen, bei welchen übertaktete Versionen erlaubt seien, selbstverständlich zu höheren Preisen. Dies ist wohl das erste Mal, dass NVIDIA einen solchen Weg beschreitet. Das Unternehmen verdient damit indirekt an den meist von Grafikkarten-Herstellern beworbenen OC-Versionen mit – eine versteckte Preiserhöhung also, die mit Sicherheit an die Endkunden weitergegeben wird.

Die letzten noch erhaschten Informationen aus der Turing-Szene widmen sich der Markteinführung. So soll morgen das NDA für Benchmarks zur GeForce RTX 2080 und RTX 2080 Ti fallen, die Marktverfügbarkeit für die RTX 2080 soll ab dem 20. September 2018 gegeben sein. Der Start der RTX 2080 Ti soll aber auf den 27. September 2018 verschoben worden sein. Die RTX 2070 soll erst im Oktober 2018 erfolgen. Dazu hat der Hersteller ein separates Launch-Datum angesetzt.
[]