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Weniger Einsatz im Mining

Grafikkartenabsatz deutlich zurück gegangen

Grafik | HT4U.net
Mit dem Absturz der Kryptowährungen und dem Aufkommen spezialisierter ASIC-Miner ist die Nachfrage für Grafikkarten spürbar abgekühlt. Die Marktforscher von Jon Peddie Research melden für das dritte Quartal 2018 einen Einbruch um 36,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. AMD trifft dies besonders hart.

Der Jahresvergleich sieht zwei Verlierer

Das Problem: Während AMDs Grafikkarten bei Spielen das Nachsehen hatten, waren sie die beste Wahl für das Schürfen von Kryptowährungen. Dies hatte die Preise stark in die Höhe und Gamer in die Arme von NVIDIA getrieben. Nun, da dieser Markt langsam aber sicher bröckelt, schwinden auch die Marktanteile von AMD. Während AMD vor einem Jahr noch 27,2 Prozent des Marktvolumens stellte, sind es nun nur noch 25,7 Prozent. NVIDIAs Anteil hat sich analog hierzu von 72,8 auf 74,3 Prozent vergrößert. Da sich das Marktvolumen um mehr als ein Drittel reduziert hat, sind am Ende jedoch beide GPU-Hersteller die Verlierer.

Sequentieller Einbruch trifft AMD stärker

Auch sequentiell ist der Absatz deutlich eingebrochen, was sehr ungewöhnlich ist. Jon Peddie Research nennt einen Rückgang um 19,2 Prozent, obwohl die zweite Jahreshälfte den Herstellern von Grafikprozessoren normalerweise die höchsten Umsätze beschert. Hier lässt sich die Mining-Flaute besonders deutlich ablesen, denn AMD hatte seinen Marktanteil im zweiten Quartal 2018 dank der Kryptowährungen auf 36,1 Prozent ausbauen können. Die restlichen 63,9 Prozent der Grafikkarten waren mit einer GPU von NVIDIA bestückt. AMD hat somit binnen drei Monaten mehr als zehn Prozentpunkte eingebüßt.

Bei AMD fallen die Preise

Zumindest bei AMD lässt der schwindende Absatz die Preise fallen: Eine Radeon RX 570* 4 GiB findet man schon unter 150 Euro und damit im Preisbereich der deutlich schwächeren Radeon RX 560* mit ebenfalls 4 GiB. Eine Radeon RX 570 mit 8 GiB gibt es ab 175 Euro und auch die Radeon RX 580* 8 GiB ist bereits für unter 200 Euro zu finden. Im Februar hatte man für eine solche Karte um die 500 Euro auf den Tisch legen müssen und noch bis Ende September pendelten die Preise um die Marke von 290 Euro. Für Spieler, die nicht unbedingt auf NVIDIA beharren, werten wir dies als schöne Bescherung.

Autor: mid
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