Nachrichten

Ein Jahr Schonfrist bleibt noch

Microsoft stellt den Support von Windows 7 2020 ein

Computer | HT4U.net
Microsoft hat das Support-Ende für Windows 7 zwar schon länger genannt, aber langsam läuft die Frist ab. Das Datum für das Support-Aus lautet auf den 14. Januar 2020 und Privatanwender erhalten danach keinerlei Sicherheitsupdates mehr. Windows 7 ist noch weit im Markt verbreitet und könnte ab diesem Datum zum Sicherheitsproblem werden, wie einst Windows XP.

Für Firmen und gegen Aufpreis gibt es eine Schonfrist

Da es bei großen Firmen immer ein Problem im schnellen Umstieg auf ein neues Betriebssystem gibt, hat Microsoft dort eine Schonfrist von bis zu drei Jahren eingeräumt – natürlich nur gegen entsprechende Bezahlung gibt es für diesen Zeitraum für diese Firmen weiterhin Sicherheitsupdates. Das war auch schon zum Auslauf von Windows XP so, aber der Privatanwender bleibt hier außen vor, selbst wenn er die horrenten Kosten zahlen wollte.

Windows 7 blickte im letzten Monat immerhon noch auf einen Marktanteil von knapp 37 Prozent laut Netmarketshare, ist also weiterhin stark verbreitet. Windows 10 erreicht inzwischen knapp 40 Prozent und scheint für die meisten die einzige Alternative zu sein, will man nach diesem Ablaufdatum die Sicherheitsrisiken umgehen. Die andere Alternative wäre natürlich ein Wechsel des Betriebssystems, beispielsweise zu einer Linux-Distribution.

Was also tun?

Kostentechnisch liegt ein reguläres Windows 10* bei rund 260 Euro Anschaffungskosten, eine OEM-Variante bei zirka 130 Euro. Sucht man nach Angeboten, findet man hinreichend günstigere Preise, als jene, die offiziell von Microsoft genannt wird. Hier sollte man solche Angebote im Preisbereich um und unter 10 Euro aber mit Argus-Augen prüfen, denn es stellt sich klar die Frage, wie legal diese Schlüssel sind, welche dem Anwender hier für kleines Geld angeboten werden. Eine offizielle Lizenz dürfte man in aller Regel kaum erwerben.

Der kostenlose Upgrade-Zeitraum von Windows 7 auf Windows 10 ist zwischenzeitlich abgelaufen, allerdings akzeptiert Microsoft bislang bei der Windows-10-Installation noch immer Produktschlüssel von Windows 7. Auch ist es weiterhin möglich ein Updrade für Nutzer von Hilfstechnologien von Windows 7 durchzuführen. Dieses ist bislang hier noch erhältlich, allerdings eigentlich für Nutzer mit Behinderungen gedacht. Wie lange es diese Optionen noch gibt, bleibt dahin gestellt.

Natürlich ist es traurig für funktionierende PC-Systeme über ein Update nachzudenken, insbesondere wenn diese schon etwas betagter sind und man keine Sicherheiten hat, ob der ältere Rechner nach dem Update noch reibungslos funktioniert. Je nach Alter bietet es sich bei Ablauf des Support-Endes vielleicht doch an, sich Gedanken über einen neuen Computer mit vorinstalliertem Betriebssystem zu machen.
[]







Stichworte zur Meldung: Microsoft Ende Support Windows 7 2020